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Mai 2014

Resümee zur 90. Kunst & Antiquitäten München

Mai 2014

„Es ist die Vielfalt und das Nebeneinander von sehr anspruchsvollen Antiquitäten und originellen Dingen, wie etwa die Sammlung handgemalter Ladenschilder bei Maximilian Fritz-Alte Dekorationen, die mich immer wieder auf die Nockherberg-Messe locken.“, sagt der Münchner Sammler Lun Tuchnowski. Neun Tage lang war Ende Mai die 90. Kunst & Antiquitäten München, Süddeutschlands älteste und größte Regionalmesse ihrer Art, Anziehungspunkt für Sammler und Kunstfreunde. 65 Aussteller aus Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz, boten ein breites Angebots- Spektrum von ausgewähltem Kunsthandwerk der Renaissance bis hin zu Stahlrohrmöbeln der 1930er Jahre.

Gleich am Eröffnungsabend ging ein außergewöhnlicher Jugendstil-Wandteppich mit der Darstellung von fünf fliegenden Störchen nach einem Entwurf von Heinrich Sperling für mehr als 20.000 Euro an neue Besitzer. Kunst und Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts fand allgemein regen Zuspruch.
Galerie Brigantine 1900 konnte zahlreiche italienische Glasobjekte aus den 1950er Jahren im Preisbereich von 2.500 bis 6.500 Euro veräußern. Das Kunsthaus Nüdling registrierte großes Interesse für Tiffanysilber aus den 1930er, 40er und 50er Jahren. Die Preise für die Gefäße der legendären amerikanischen Silberschmiede waren zwischen 1.000 und 3.000 Euro angesiedelt. „Sammler schätzen an modernem Silber die progressiven, kühnen Entwürfe und die Alltagstauglichkeit.“, sagt Jugendstil- und Art-Deco-Spezialist Denis Szy. Große Kannen und Schalen der Zwischenkriegszeit von Georg Jensen fanden im unteren fünfstelligen Bereich ihre Liebhaber. Eine außergewöhnliche, quaderförmige Dose nach einem Entwurf des schwedischen Designers Sigvard Bernadotte aus der Zeit um 1950 reizte bei einem mittleren fünfstelligen Betrag zum Erwerb. Dass der Nockherberg, wie Kenner die Kunst & Antiquitäten München kurz nennen, eine Messe für außergewöhnliche Sammler- Stücke ist, bewies erneut das Angebot von Wanders-Antik. Der Antiquitätenhandel aus Hamburg ist seit Jahren auf Ausstattungen von Hotels, Luxusdampfern und Varietés spezialisiert. Aus dem Berliner „Wintergarten“ stammte eine Art-Deco-Lampe mit einem figurativen Fuß und der Bezeichnung Enrico Rastelli. Rastelli war in den 1920er Jahren ein gefeierter Jongleur. Das rare Stück fand im oberen vierstelligen Bereich einen neuen Liebhaber.

Seinen festen Platz auf dem Nockherberg hat die Malerei der sogenannten Münchner Schule, die unter anderem von der Galerie Gailer und der Galerie Decker vertreten wurden. Werke von Anton Braith und Eduard Schleich etwa konnten im Preisbereich zwischen 15.000 und 30.000 Euro abgesetzt werden. Viele Blicke zog das neusachliche Blumenstück von Herbert Böttger auf sich. Für nicht ganz 20.000 Euro ging das Gemälde von 1943 am letzen Wochenende in eine süddeutsche Sammlung.

Außergewöhnliches und Dekoratives bestimmt die Nachfrage im Bereich der Alten Kunst. Für mehr als 10.000 Euro konnte ein sogenanntes Eger-Kästchen in der Art des Adam Eck aus der Zeit um 1650 an einen Sammler weitergereicht werden. In dieser Kategorie rangierte auch der Preis für eine bronzenen Kopie eines antiken Kohlbeckens aus Pompeji. Das außergewöhnliche Einrichtungsstück, das durch drei plastisch ausgeführte Satyrn als stützende Elemente besondere Attrativität erlangt, ging in eine Augsburger Sammlung. Gefragt waren zudem historische Gartenmöbel, die Brigitte Martini zu Preisen im mittleren vierstelligen Bereich anbot.

Die Kunst & Antiquitäten München hat sich erneut als einen Messe der Beständigkeit erwiesen. Dazu gehört auch der relativ feste Stamm der Aussteller. Bereits zum 80. Mal war diesmal der Biedermeier- und Nymphenburgporzellan-Spezialist Peter Fink dabei.

Weniger Kontinuität zeigte diesmal die Zahl der Besucher, die mit 5000 unter dem üblichen Durchschnitt liegt. Die Parallelität von vier Kunst- und Antiquitätenmessen im Herbst 2013 hatte vor gut einem halben Jahr zu einen Zustrom zahlreicher auswärtiger Besucher geführt, der diesmal ausblieb.

Die 91. Kunst & Antiquitäten München findet vom 25. Oktober bis 2. November 2014 wiederum im Festsaal des Paulaner statt. Zahlreiche Anmeldungen für die Herbst-Messeliegen bereits vor.








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  • Herbert Böttger, "Krug mit Feldblumen", Monogrammiert und datiert rechts unten: HB 43 Öl/Lwd., 45 cm x 40 cm. Foto: Galerie Decker
    Herbert Böttger, "Krug mit Feldblumen", Monogrammiert und datiert rechts unten: HB 43 Öl/Lwd., 45 cm x 40 cm. Foto: Galerie Decker
    Münchner Antiquitätenmarkt e.V.
  • Gold-Brosche bzw. Clip im Retro-Stil mit Brillanten, Saphiren und Rubnen, um 1940.  Foto: Kunsthaus Nüdling
    Gold-Brosche bzw. Clip im Retro-Stil mit Brillanten, Saphiren und Rubnen, um 1940. Foto: Kunsthaus Nüdling
    Münchner Antiquitätenmarkt e.V.
  • Arnold Balwé, Sonnenblumen, um 1945, Öl/Lw., 49 x 84 cm.  Foto: Inselgalerie Gailer
    Arnold Balwé, Sonnenblumen, um 1945, Öl/Lw., 49 x 84 cm. Foto: Inselgalerie Gailer
    Münchner Antiquitätenmarkt e.V.
  • Original Kupferstich von Nicolas de Poilly, Paris um 1680, koloriert, ca. 37 x 25 cm.  Foto: Kunstkabinett Strehler
    Original Kupferstich von Nicolas de Poilly, Paris um 1680, koloriert, ca. 37 x 25 cm. Foto: Kunstkabinett Strehler
    Münchner Antiquitätenmarkt e.V.
  •  Albert Splitgerber, Anicht vom Viktualienmarkt mit Ficherturm, um 1870.  Foto: Inslegalerie Gailer
    Albert Splitgerber, Anicht vom Viktualienmarkt mit Ficherturm, um 1870. Foto: Inslegalerie Gailer
    Münchner Antiquitätenmarkt e.V.
  • Wandteppich „Fünf Störche“, Entwurf Hermann Sperling, 1901, L: 237 cm  Foto: Brigantine 1900
    Wandteppich „Fünf Störche“, Entwurf Hermann Sperling, 1901, L: 237 cm Foto: Brigantine 1900
    Münchner Antiquitätenmarkt e.V.
  • Armlehnsessel, Entwurf Josef Maria Olbrich, Darmstadt, um 1900.  Foto: Brigantine 1900
    Armlehnsessel, Entwurf Josef Maria Olbrich, Darmstadt, um 1900. Foto: Brigantine 1900
    Münchner Antiquitätenmarkt e.V.