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Spitzenzuschlä

Spitzenzuschläge für Picasso & Co – Big Bang für Street-Art-Star Banksy

Spitzenzuschlä

Jubel herrscht im Wiener Dorotheum über die Jubiläumsauktionen „Klassische Moderne“ und „Zeitgenössische Kunst“ an den Abenden des 29. und 30. Mai 2007. Die Auktionen an diesen beiden Tagen bescherten dem Auktionshaus einen Spitzenumsatz: Das Gesamtergebnis lag mit über 5,4 Mio. Euro weit über den bisherigen Ergebnissen dieser boomenden Sparte.

Und es regnete Spitzenzuschläge für Spitzennamen. Eine Vielzahl im Vorfeld angemeldeter Interessenten für Pablo Picassos Stillleben von 1920 aus der prominenten Provenienz Galerie Beyerler sicherten dem gefragten Werk einen rasanten Start. Bei einem unteren Schätzwert von 180.000 gefiel es bis zu 264.000 Euro, für die es dem hartnäckigen Telefonbieter zugesprochen wurde (Kat. Nr. 34).

Die verhältnismäßig höchste Ansteigerung galt dem Knabentorso aus Terrakotta von Arturo Martini um 1929 mit einem unteren Schätzpreis von 20.000 Euro. Der heiße Kampf endete erst bei 132.000 Euro zugunsten eines italienischen Telefonbieters (Nr. 71).

Ebenfalls erwartungsgemäß hoch im Kurs war Max Liebermann. Sein Reitknecht mit Pferd aus dem Jahre 1912 machte das Rennen bei 84.000 Euro (Nr. 30). Und um gleich bei den Pferden zu bleiben, Emil Noldes „Stillleben mit Reiterfigur“, um 1930, ein Aquarell von bestechender Leuchtkraft, konnte einen Bieter zu 120.000 Euro überzeugen (Nr. 54).

Die Reihe prominenter Namen setzte sich in der Auktion fort und die heimischen Größen waren nicht weniger erfolgreich. Die sehr schöne Ansicht vom Schwarzsee mit dem Wilden Kaiser, um 1930, von Alfons Walde konnte der Sensal mit 168.000 Euro für seinen Auftraggeber sichern (Nr. 89). Nicht weniger spektakulär gestaltete sich der Kampf um Oskar Kokoschkas Aquarell eines Kastanienzweiges, 1964, der letztlich durch die Entschlossenheit eines Saalbieters seinen Schätzpreis mit 108.000 Euro mehr als versechsfachte (Nr. 102). Zahlreiche Gebote konzentrierten sich auf Gustav Klimts „Bildnis Margaret Stonborough-Wittgenstein“ (1904/1905), eine Studie zum gleichnamigen Gemälde in Besitz der Neuen Pinakothek München. Mit einem unteren Schätzwert von 18.000 reüssierte die schöne Zeichnung bei 66.000 Euro am Telefon (Nr. 4).

Mehrere Zeichnungen von Egon Schiele erzielten ein Vielfaches des Schätzpreises, so die Katalognummer 1, eine Landschaft mit Baumreihen und Hügeln im Hintergrund, 1914, mit 102.000 Euro, das Bildnis einer sitzenden Frau (1909) mit 84.000 Euro (Nr. 12), die Häuser in Krumau, eine Farbkreidestudie zum gleichnamigen Ölbild, ebenfalls mit 84.000 Euro (Nr. 13). Ein Telefonbieter besiegelte den Verkauf des kleinen Ölbildes von Egon Schieles „Winterlandschaft mit Weiden“ (1907), mit 144.000 Euro (Nr.14).

Am darauf folgenden Abend des 30. Mai setzte man mit der „Zeitgenössischen Kunst“ noch erfolgreicher fort. Die Offerte hatte von Street Art bis Aktionismus alles zu bieten.

Mit einem Big Bang schlug der anonyme Street Art Star Banksy ein: Seine „Gangsta Rat“ (2004) rappte sich bis auf 76.800 Euro hinauf (Nr. 345), sein „Christ with shopping bags”, ein Mahnmal für heutige Zivilisationserscheinungen, reüssierte bei 31.700 Euro (Nr. 344).

Rainer Fettings großformatiges Werk „In der Badewanne I“ (1986) gefiel schließlich bis zu 78.000 Euro (Nr. 310). Bemerkenswert auch die Ansteigerung des „Infinity field, torine Series III, No 1“ von Theodoros Stamos, der seinen Schätzpreis auf 60.000 Euro verdreifachte (Nr. 321).

Hervorstechend auch in dieser Auktion die großen italienischen Namen, so riss man sich wieder einmal um Giacomo Manzu: Ein Kardinal, diesmal sitzend, erklomm stolze 72.000 Euro (Nr. 212); „Passo di Danza“, 1954, gefiel für herausragende 60.000 Euro (Nr. 213).

Ein Bietgefecht entstand um die goldene Brosche von Lucio Fontana, 1962, die ihren Schätzpreis von 15.000 auf 81.600 Euro vervielfachte (Nr. 221). „Op Art“-Anhänger boten beständig hartnäckig für Victor Vasarely’s hypnotisierendes großformatiges Werk „Retze“ bis auf 144.000 Euro hinauf (1975/89, Nr. 232). Die zwei weiteren angebotenen Vasarelys überzeugten ebenfalls: So die Collage „Sirt-MC“ mit 34.200 Euro (Nr. 233) sowie „Biocta-T“, 1976, für 45.600 Euro (Nr. 235).

Friedensreich Hundertwassers „Peinture sur ancien Rainer II“/Painting on an Old Rainer II“ aus 1958 reüssierte bei 180.000 Euro (Nr. 263), sein „Lila Dampfer“ fand für 113.800 Euro seinen neuen Besitzer (Nr. 201).

Bei der Auktion ”Jugendstil” am 30. Mai galt der Spitzenzuschlag einem Mosaik von Otto Prutscher aus dem Jahre 1905 für die XVII. Möbelausstellung in Wien, eine prächtige Arbeit aus farbigen und gold unterlegten Glasteilchen. Ein Telefonbieter konnte schließlich bei 54.000 Euro die zahlreichen Interessenten überbieten und damit den Schätzwert von 6.000 Euro vervielfachen (Nr. 145).

Eine herausragende Ansteigerung erfuhr die schöne Tänzerin „Etoile de mer“ von Demetré Chiparus, 1930. Die patinierte und vergoldete Bronze bestach in ihrer Anmut und Eleganz die Bieter und überzeugte bis zu einem Preis von 48.000 Euro, dem Siebenfachen des Schätzpreises (Nr. 312). Doch die spektakulärste Preisentwicklung verzeichnete wohl die große Vase von Eduard Klablena aus 1914, die von 4.000 auf 26.900 Euro aufstieg (Nr. 4). Als museale Stücke gelten zwei weiß lackierte Nachtkästchen, die Koloman Moser für die Famile Stonborough-Wittgenstein in Berlin ersann. Dementsprechend wurden diese mit 24.400 Euro honoriert (Nr. 177). Ebenso erfolgreich: Kolo Mosers Körbchen aus Silber, Entwurf 1905, ausgeführt von der Wiener Werkstätte, das 19.500 Euro erzielte (Nr. 223).

Nachbericht zu den Jubiläumsauktionen Klassische Moderne (29. 5. 2007)
und zeitgenössische Kunst (30. 5. 2007) und Jugendstil (30. 5. 2007)


Pressestelle: Mag. Constanze Werner, Tel. + 43 1/515 60-406, constanze.werner@dorotheum.at


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