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Orion Shima und Martin Stommel „Moonlight at Noon“

Die janinebeangallery präsentiert in ihrer Ausstellung „Moonlight at Noon“ Gemälde und Papier- arbeiten des albanischen Künstlers Orion Shima und des in Bonn lebenden Künstlers Martin Stommel. Beide sind seit mehreren Jahrzehnten künstlerisch tätig und ihre Werke werden international ausgestellt.

Die Grundlage für die Ausstellung „Moonlight at Noon“ mit Werken von Orion Shima und Martin Stommel wurde im Jahr 2019 geschaffen, als wir über das Internet mit der albanischen Galeristin Lauresha Basha von der Gallery 70 aus Tirana in Kontakt kamen. Wir waren uns von Anfang an sympathisch und entdeckten darüber hinaus einige Gemeinsamkeiten in der Orientierung der Galeriearbeit, woraus das Streben nach einem weiterreichenden Austausch entstand. Im Juni desselben Jahres dann übermittelten wir eine Einladung von Lauresha Basha an Martin Stommel für eine Einzelausstellung in der Gallery 70 in Tirana.

Für diese Ausstellung reiste Martin Stommel im Oktober 2019 nach Tirana und war nicht nur von der Offenheit und Herzlichkeit der Galeristin sondern auch von den dortigen Menschen sofort begeistert. Neben anderen Künstlern wurde ihm auch Orion Shima vorgestellt, seines Zeichens Professor an der Kunsthochschule der albanischen Haupstadt, der sein unmittelbares Vertrauen unter anderem zeigte, indem er Stommel kurzerhand eine Lesung vor seinen neugierigen Studenten halten ließ.

Über unsere grundlegende Begeisterung für das Werk Orion Shimas hinaus registrierten wir infolge die profunde Sympathie der Künstler füreinander und das gegenseitige Verständnis für ihre Arbeit. Es entwickelte sich daraus sehr natürlich die Idee für eine gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler in unseren Räumen in Berlin.

Gemeinsamer Nenner der beiden Künstler ist das Genre der figurativen Malerei. Stil und Inhalt von Stommel und Shima verbinden bei allen Unterschieden die den Sujets zugrundeliegenden Archetypen, bzw. die Suche danach.

Wir wollen mit der Ausstellung die Werke von Martin Stommel und Orion Shima aus zwar europäischen aber ausgesprochen unterschiedlichen kulturellen Sphären zum Austausch und Dialog bringen. Die formalen Unterschiede werden durch die Gegenüberstellung verdeutlicht, gleichzeitig verkörpern die meisterlichen Werke der beiden Künstler ein unabhängiges, kulturübergreifendes künstlerisches Medium, das sehr grundsätzlich verbindet.

Matthias Bergemann

Orion Shima Orion Shimas gegenwärtige Malerei ist das Ergebnis einer langen Entwicklung. Seit fast zwei Jahrzehnten scheint Shima einen inneren Vorgang zum Anliegen zu haben, dessen malerische Gegenstände sich fortwährend bewegen und wieder zusammensetzen, um eine inhaltliche Filterung höchster Klarheit zu erreichen. Dafür erkundete Shima in seiner Frühzeit als Künstler die Abstrakte Malerei und zeigte Interesse an der Technik des Haute Pâte. Diese Erfahrungen flossen in seine Malerei ein und bilden zusammen mit seiner akademischen Ausbildung während seiner Zeit an der Kunsthochschule die Voraussetzungen und inspirierende Grundlage seines Schaffens – eine figürliche Malerei, die sich im Wesentlichen unabhängig von der objektiven Realität zeigt. So nutzt Shima figürliche Darstellungen als einen initialen Impetus oder Vorwand, um persönliche Zeichen zu setzen, durch die er eine individuell wahrgenommene Welt aufbaut, deren Stimmung sich durch gemalte Szenen und Charaktere entschlüsselt.

Shima arbeitet meistens schnell. Er trägt unmittelbar kaum gemischte Farben direkt auf die Leinwand auf, ohne den Umweg über die Palette. Er folgt einem vorbereitenden Entwurf oder einer Zeichnung, aber die Farben sind initiierend und bestimmend für die Form seiner Werke. Die Pinselstriche bilden den Rhythmus, den die Arbeiten benötigen, während der pastose Farbauftrag die erforderliche Intensität erzeugt. In der mehrfarbigen (manchmal monochromatischen) Spannung der auf der Leinwand entwickelten Szenerie stehen gemalte Objekte in Ungewissheit hervor. Die bildliche Geste, die leidenschaftlich in jedem Winkel der Oberfläche der Leinwand zum Ausdruck kommt, gibt den Gemälden eine fast materielle Wahrnehmbarkeit, die deren innere Atmosphäre aus Traum und Vorstellung bekräftigt. Die Motive dazu liefern keine Bildvorlagen sondern ausschließlich Shimas Gedächtnis, insbesondere Bezüge zu seiner Kindheit und Jugend.

Verstärkt wird der sehr individuelle Stil Orion Shimas durch die Wahl seiner Motive. Natur, Vegetation, Menschen und Tiere sind die Elemente seiner Gemälde, gleich einer Bestätigung, dass Malerei eine Analogie alles Lebendigen sei.

Seine Protagonisten sind einsame Menschen, verloren und verwirrt, deren Züge sich mithin kaum zu erkennen geben.
Alban Hajdinaj






  • 28.04.2021 - 03.07.2021
    Ausstellung »
    janinebeangallery »

    28. April – 3. Juli 2021 gefördert durch STIFTUNGKUNSTFONDS

    zur Ausstellung erscheint ein Katalog und eine Editions Box

    Soft Opening: 28. April 15 - 20 Uhr

    Gallery Weekend Berlin:

    Freitag, den 30.04. 11 - 20 Uhr

    Samstag, den 01.05. 11 - 20 Uhr

    Sonntag, den 02.05. 11 - 18 Uhr



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