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Künstlerprojekt

Internationaler Vogelflughafen (Ornithoport) auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle

Künstlerprojekt

Künstlerprojekt zum Thema Kunst und Naturschutz
Das Projekt Internationaler Vogelflughafen ist ein Ort und eine Idee zu einem neuartigen Umgang mit der Natur. Landeplätze für Flugzeuge gibt es viele, das Konzept eines Flughafens für Vögel ist bisher jedoch weltweit einzigartig. Mit dem Künstlerprojekt auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle sollen Kunst und Naturschutz gemeinsame Wege gehen. An diesem Ort wird die Natur selbst mit Begriffen aus der menschlichen Zivilisation belegt.
Der Vogelflughafen soll Vögel anlocken. Nachdem bereits ca. 25 Wildvogelarten, unter anderen der Hausrotschwanz und der Distelfink, in direkter Umgebung der Bundeskunsthalle beobachtet werden konnten scheint es an der Zeit, diese Mitbewohner einmal näher in den Fokus zu nehmen. Neben einer großen im Sommer 2010 auf dem Dach der Bundeskunsthalle angelegten Wildblumenwiese bieten auf dem Dachgarten Nistkästen, Futterstellen und große An- und Abflugkonstruktionen nebst elektrischen Airport-Signalen und Sicherheitsdurchsagen beste Landemöglichkeiten für Vögel aus aller Welt.

Bundesbienen
Als ein Ort der Ankunft und des Aufbruchs soll er auch ein Treffpunkt für die rund zwölf "Bundesbienenvölker" sein, die den Flugverkehr anschieben werden. Ein Bienenstock wird wissenschaftlich begleitet und die Messergebnisse sind jederzeit online abrufbar.

Metapher des Flughafens
Das Projekt auf dem Dach der Bundeskunsthalle durchzuführen, ist sicherlich außergewöhnlich, jedoch wenn man an einen Vogelflughafen denkt, nur logisch. Das Dach dient als neue Betrachtungsebene, der Besucher soll aus der Vogelperspektive die Metapher des Flughafens erkennen. "Die Metapher könnte in diesem Sinne der Vergleich mit dem Museum sein: Der Vogelflughafen soll als Ankunftsort von Ideen dienen, die dort verdichtet werden, um sie dann mit einer oder mehreren Erkenntnissen in die Welt zu schicken" erläutert der Projektleiter Stephan Andreae. Der Kurator Prof. Res Ingold fügt hinzu: "In unserem Fall handelt es sich um ein künstlerisches Projekt mit wissenschaftlicher Flankierung."

Ein weiterer Landeplatz für Vögel im weltweiten Netzwerk
Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 fanden in der Bundeskunsthalle immer wieder Ausstellungen mit naturwissenschaftlichen Bezügen statt. Der Ornithoport ist ein sich aufbauendes Netzwerk. Bestehende Korrespondenzen befinden sich auf der Naua Naua Lodge Namibia und dem Red Monkey Resort auf Sansibar, einem Privat- Ornithoport in Hamm (Westfalen) und dem Ornithoport "Maple Syrup" in Vermont (USA). Angestrebt werden ebenfalls die wichtigen Zugvogelnadelöhre im Rheintal mit Remagen und Koblenz zur Bundesgartenschau 2011, so wie der Bosporus im Osten und Gibraltar im Westen Europas.






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