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Ketterer Kunst

€ 274.500 für alte Birnbäume

Ketterer Kunst

München, 4. Juni 2011, (kk) - Kunst ist gefragter denn je. Dies bestätigen die ausgezeichneten Ergebnisse der Ketterer Kunst-Frühjahrsauktionen von € 12 Millionen**. „Wir konnten 14 Objekte im sechsstelligen Bereich veräußern und dies meist bei gleichzeitig sehr hohen Steigerungen”, so Firmenchef Robert Ketterer. “Wie in den besten Zeiten”, fährt er fort. “Allein die Abteilung Zeitgenössiche Kunst registrierte über 20 Prozent neue Kunden. Gute Kunst wird einfach hoch geschätzt.”

Der thematische Fokus der Auktion am 4. Juni
war: 1. Moderne Kunst
2. NACH 1945/Zeitgenössische Kunst

Top 5
€ 344.000* Aufruf: € 240.000
Los 62: Franz Radziwill - Gespräch über einen Paragraphen
€ 305.000* u.V. Aufruf: € 300.000 Los 16: Hermann Max Pechstein - Zerfallenes Haus
€ 286.700* Aufruf: € 170.000 Los 23: Emil Nolde - Marschlandschaft
€ 274.500* u.V. Aufruf: € 250.000 Los 28: Gabriele Münter - Stillleben mit Madonna
€ 274.500* Aufruf: € 58.000 Los 66: Otto Dix - Alte Birnbäume in Hemmenhofen

zu 1. Moderne Kunst
Zu den Top-Ergebnissen dieser Abteilung zählt die wohl sinnlichste Thematisierung der Diskussion um den Abtreibungsparagraphen 218, Franz Radziwills „Gespräch über einen Paragraphen“ (Los 62), die für € 344.000* an einen europäischen Sammler wanderte.

Auch Hermann Max Pechsteins Ölgemälde “Zerfallenes Haus” (Los 16) ist ganz oben angesiedelt. Es wurde einem süddeutschen Privatsammler mit dem Erlös von € 305.000* zunächst noch unter Vorbehalt zugesprochen.

Mehr als verdoppelt wurde die Schätzung einer weiterern Arbeit Pechsteins. Das Aquarell “Zwei Mädchen in der Hängematte” (Los 20) hob ein deutscher Sammler mit seinem noch lang nicht ausgereiztem schriftlichen Gebot gegen den Ansturm im Saal bis auf den Erlös von € 164.700*, ein Weltrekordpreis*** für eine Papierarbeit dieses Künstlers.

Derselbe war auch bei Emil Noldes “Marschlandschaft” (Los 23) erfolgreich, die er von aufgerufenen € 170.000 bis auf den Erlös von € 286,700* klettern ließ und damit zahlreiche Konkurrenten auf die Plätze verwies.

Gegen rund ein halbes Dutzend Mitbieter setzte sich ein Sammler aus dem Osten Deutschlands durch, der € 274.500* für das Ölgemälde „Alte Birnbäume in Hemmenhofen“ (Los 66) von Otto Dix übrig hatte. Es enstand ein eindrucksvolles Bietgefecht, das schließlich fast zu einer Verfünffachung des Aufrufpreis von € 58.000 führte.

Ebenfalls in deutschen Landen verblieben zwei Arbeiten von Gabriele Münter. Während das Titelbild des Katalogs, das um 1911 entstandene „Stillleben mit Madonna“ (Los 28), für denselben Erlös von € 274.500* zunächst unter Vorbehalt abgegeben wurde, bewilligte eine im Saal anwesende Interessentin für das ebenfalls in Öl gemalte „Schloss Elmau im Winter“ (Los 47) bei aufgerufenen € 110.000 den Erlös von € 146.400*.

Ausgezeichnete Steigerungen verbuchten:

17 Cucuel (Öl) Herbstzauber € 50.000 € 140.300*

15 Bloch (Öl) Eine Gruppe - Gethsemane € 72.000 € 130.540*

67 Kleinschmidt (Öl) Sängerinnen € 60.000 € 130.540*

38 Scherer (Holzskulptur) Mutter € 20.000 € 103.700*

2 Putz (Öl) Spiegelbild € 48.000 € 97.600*

5A Amiet (Öl) Blumenstillleben € 8.000 € 79.300*

3 Kirchner (Aquarell) Liegender Akt € 30.000 € 79.300*

zu 2. NACH 1945/Zeitgenössische Kunst
Angeführt wird die Ergebnisliste dieser Abteilung von Gerhard Richters 1976 entstandenem Ölgemälde „Abstraktes Bild“ (Los 212), das sich ein deutscher Händler für den Erlös von € 170.800* (Aufruf: € 100.000) sichern konnte.

Ebenfalls weit über die € 100.000-Marke kam Rupprecht Geigers „318/61“ (Los 201), das ein im Saal anwesender Privatsammler für den Erlös von € 140.300* mit nach Hause nahm. Er verdoppelte damit die Schätzung und verwies das Auftragsbuch und vier Telefonbieter auf die Plätze.

Fast einer Verdreifachung des Aufrufpreises kam der Erlös von € 85 400* für das Ölgemälde „Ohne Titel (Blaue Sonne)“ (Los 204) desselben Künstlers gleich. Ein Privatsammler aus Süddeutschland, der bereits im ersten Teil der Auktion sehr aktiv war, verdankte seinem großzügig bemessenen und nicht ausgereizten schriftlichen Gebot diesen Erfolg.

Erst mit seiner Offerte von € 76.860* gelang es einem Sammler aus New York dem Bieteifer seiner Mitinteressenten Einhalt zu gebieten. Damit entschied er den Wettbewerb um Markus Lüpertz' Bronze „Daphne 1“ (Los 252) für sich und verdoppelte gleichzeitig den Aufrufpreis von € 38.000.

Sehr beeindrucken war auch das Bietgefecht um Ernst Wilhelm Nays Gouache „Drei Männer mit Stier“ (Los 200), um das neben dem vollen Saal auch an sieben Telefonen gekämpft wurde. Den Sieg trug schließlich ein privater Sammler aus Deutschland davon, der bereitwillig den Erlös von € 75.640* bot und damit den Aufrufpreis fast vervierfachte.








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