Evangelische Pfarrkirche Beerfelden: Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Fenstersanierung mit 50.000 Euro
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Presse26.08.2025
Fenster für die Ewigkeit – Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Pfarrkirche in Beerfelden mit 50.000 Euro
Inmitten des historischen Ortskerns von Beerfelden, im Odenwald gelegen, erhebt sich ein Gotteshaus, das gleichermaßen architektonische Klarheit wie geistliche Würde ausstrahlt. Die evangelische Pfarrkirche, erbaut zwischen 1812 und 1820, wird nun dank der Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) umfassend restauriert – zunächst mit einem Fokus auf die Fenster. Für die Sanierungsarbeiten in zwei Etappen stellt die DSD 50.000 Euro bereit.
„Dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale“ wird damit ein weiteres Denkmal in Hessen gesichert. Die Kirche gehört zu den über 290 Förderprojekten in Hessen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, bereits mit Hilfe von privaten Zuwendungen, Treuhandstiftungen und Lottomitteln der GlücksSpirale unterstützt hat.
Die Maßnahme gliedert sich in zwei Bauabschnitte: Im ersten Schritt werden noch in diesem Jahr fünf Fenster der Ostfassade sowie zwei Fenster der Westfassade restauriert. Im darauffolgenden Jahr folgt die umfassende Sanierung der Südfassade mit insgesamt 14 Fenstern – ein bedeutender Eingriff in das Erscheinungsbild und die Substanz der Kirche, der mit größter Sorgfalt begleitet wird.
Errichtet wurde die Kirche unter der Leitung des Fürstenauer Baudirektors Friedrich Gerhard Wahl. Sie ist ein klar gegliederter, klassizistisch geprägter Bau mit Rundbogenfenstern, einem kräftigen Traufgesims und einem markanten Giebelrisalit, der sich dem Marktplatz zuwendet. Eine vorgelagerte Freitreppe unterstreicht den repräsentativen Charakter des Bauwerks. Der heute sichtbare Turm wurde erst 1887 auf dem ursprünglichen Unterbau ergänzt und fügt sich dezent in das Gesamtbild ein.
Der Innenraum überrascht durch seine großzügige Raumwirkung: ein weiter Saalbau mit umlaufenden Emporen auf allen vier Seiten, ursprünglich von einer tonnengewölbten Decke überspannt, die auf Stützen ruhte. Die Kanzel, der Altar und die Orgel – gefertigt im Jahr 1830 vom bekannten Mainzer Orgelbauer Bernhard Dreymann – sind an einer der Schmalseiten angeordnet und bilden den liturgischen Mittelpunkt.
Besonders bemerkenswert ist die Bewahrung von Ausstattungsstücken aus dem spätgotischen Vorgängerbau: Eine Gründungstafel von 1500, ein Glasgemälde mit einer Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1510 sowie ein Kelch von etwa 1500 geben der Kirche eine historische Tiefe, die weit über das 19. Jahrhundert hinausreicht.
Mit der Unterstützung der DSD erhält die Pfarrkirche von Beerfelden nicht nur neue Fenster – sie gewinnt ein Stück ihrer ursprünglichen Würde zurück. Die Stiftung macht damit deutlich, wie wichtig es ist, kirchliche Bauwerke als kulturelle Gedächtnisorte unserer Gesellschaft zu bewahren. In Beerfelden wird Geschichte nicht konserviert, sondern in das Morgen weitergetragen.
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