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Gedanken zur Gartenkunst

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Lichtbildvortrag des Ortskuratoriums Neuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Das Ortskuratorium Neuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am 12. Mai 2011 um 19.00 Uhr zu dem Lichtbildvortrag "Die Landschaftsparks im Gartenreich Dessau-Wörlitz und in Muskau" in den Gartensaal des Clemens-Sels-Museums, Am Obertor in Neuss ein. Anhand von rund 100 Dias illustriert der Diplomingenieur für Landespflege Wolfgang Reinke aus Essen Wesen und Entstehung des Landschaftsparks am Beispiel der zwei bedeutendsten Anlagen in Deutschland. Der Eintritt ist frei.

Die Gestaltung von Gärten und Parkanlagen wird geprägt von der philosophischen Lebensanschauung ihrer Gestalter und zeugt somit auch von der Geisteshaltung einer Epoche. Anhand einiger markanter Beispiele skizziert Reinke die historische Gartenbau-Entwicklung vom einfachen Kräutergarten des Mittelalters zu den prächtigen Schau-Anlagen des Barock und Rokoko in Deutschland. Vom Schlossgarten in Schwetzingen, der den absolutistischen Gartenstil repräsentiert, leitet der Referent über zum letzten Höhepunkt in der Entwicklung der Gartenkunst, dem Landschaftspark als Ausdruck der Abkehr vom Absolutismus und der Hinwendung zur Aufklärung. Die in England im 17. Jahrhundert von Francis Bacon eingeleitete Kritik am architektonischen Garten führte ein Jahrhundert später William Kent theoretisch und praktisch fort. Schließlich bereitete Jean Jacques Rousseau, einer der bedeutenden Aufklärer, mit seiner Kritik an den geometrisch-architektonischen Gärten des französischen Stils den Weg für den modernen Landschaftspark.

Den ersten Hauptakzent seiner Ausführungen legt Reinke auf die Wörlitzer Anlagen des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau, die in den Jahren zwischen 1764 und 1800 entstanden und dem ehrgeizigen Reformprogramm des Fürsten zum Wohle seines kleinen Reiches dienten. Sie repräsentieren den frühen Stil des Landschaftsparks im Gegensatz zu dem etwa 50 Jahre jüngeren, von 1815 bis 1845 angelegten Park des Fürsten Pückler in Muskau in der Oberlausitz, der den zweiten Schwerpunkt des Vortrags bildet.

Die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung wirbt unter dem Motto "Wir bauen auf Kultur" für den Schutz und die Erhaltung unserer Denkmallandschaft. Seit 1985 konnte sie in den 16 Bundesländern dank Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, über 3.800 Objekte mit über 460 Millionen Euro fördern. In Neuss wird die Stiftungsarbeit durch ein ehrenamtliches Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Wolf Hunold unterstützt.

Bonn, den 9. Mai 2011/Schi








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