• Menü
    Stay
Schnellsuche

Kloster

Klösterlicher Schafstall wird für Veranstaltungen saniert

Kloster

Bereits viermal hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in den Jahren zwischen 2001 und 2005 die Restaurierungsmaßnahmen an Kloster Marienmünster im Landkreis Höxter mit bisher insgesamt rund 480.000 Euro unterstützt. Nun überbringt am Donnerstag, den 7. April 2011 um 11.00 Uhr Johann Behringer, Ortskurator Paderborn der DSD, vor Ort im Beisein von Bürgermeister Robert Klocke einen weiteren Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro für die Dacheindeckung des ehemaligen klösterlichen Schafstalls mit Sollingplatten an Dr. Bernhard Berendes, den Ersten Vorsitzenden der Derenthal’schen Stiftung. Zudem erklären die Architekten Eckhard Lohmann und Christina Hoffmann die Baumaßnahme und speziell den Umgang mit Sollingdachsteinen.

1128 stifteten Graf Widukind III. von Schwalenberg und seine Gattin die Abtei Marienmünster, in der sich Benediktinermönche aus dem Kloster Corvey niederließen. Nach der Blütezeit der Abtei im 12. und 13. Jahrhundert setzte im 15. Jahrhundert der Niedergang ein. Das Kloster wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, danach kam es erneut zu Neubautätigkeiten, in deren Verlauf die meisten Wirtschaftsbauten errichtet wurden. Heute bildet die Klosteranlage, die seit der Säkularisation dreigeteilt ist und unterschiedliche Besitzer hat, mit seinen zahlreichen Gebäuden einen eindrucksvollen Blickfang vor der Waldkulisse des Habigs-, des Schmiede- und des Hungerberges.

Die im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche dominiert die Anlage. An ihre Traufseite schließen sich, um einen Innenhof gruppiert, die Klosterbauten an. Neben dem zweigeschossigen Abteigebäude von 1669, dem stattlichen Wirtschaftsbau von 1695, in dem einst Molkerei, Spinnstube, Wäscherei und Geflügelhof untergebracht waren, dem massiv-runden, an einen Bergfried erinnernden Taubenturm mit Kegeldach aus dem 16. Jahrhundert, einem aus Sandstein errichteten Pferdestall, einem Reisestall und dem gegenüberliegenden Schweinestall von 1730, schließen sich neben einer Tordurchfahrt Remise und Schafstall aus dem Jahr 1726 an. Schafstall und Scheunen sind durch moderne Zwischenbauten verbunden, die sich an die alte Klostermauer anlehnen und künftig die notwendigen Nebenräume beherbergen. Der Schafstall wird künftig als Veranstaltungssaal, das dazugehörige Torhaus als Ausstellungsfläche genutzt.

Fast alle Gebäude der Klosteranlage sind mit der regionaltypischen Dachdeckung aus Wesersandsteinplatten gedeckt. Die alten Dachsteine, die die Dachlandschaft der Klosteranlage bestimmen, bilden ein wunderbar einheitliches Ganzes. Altersbedingt hatten sich große Schäden aufgetan, da die Nägel, die die Platten auf den Dachlatten halten, vielfach schon durch Rost zerstört waren. Nachdem das Abteigebäude bereits instandgesetzt ist, sollen die gravierenden Schäden an den Stallbauten des Wirtschaftshofes schrittweise beseitigt und insbesondere die Sollingsteindächer wiederhergestellt werden.

Kloster Marienmünster, deren Scheunen heute für Musikveranstaltungen und Musikaufnahmen genutzt werden, ist eines von über 250 Projekten, die die 1985 gegründete Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Im Kreis Höxter gehören unter anderem Burg Herstelle in Beverungen, die Schöpfemühle Dringenberg in Bad Driburg und Schloss Rheder in Brakel dazu.

Bonn, den 4. April 2011/Schi








Neue Kunst Nachrichten
SALVATORI PRESENTS ‘ASSEMBLY’
Querceta (Lucca), 20 April 2021 – Last year, values and...
Fund im Park Babelsberg
Originalteile der Beeteinfassungen des Goldenen Rosengartens...
23. OstLicht Photo Auction:
Immobilien steigen weiter! So wie ein Wohnhaus im deutschen...
Meistgelesen in Nachrichten
Das Design-Verkaufs  

Zum 24. Mal gastiert die internationale Designmesse

Mit viel Euphorie  

Christusbüste aus dem 14. Jahrhundert erzielt 175.

FÜR IMMER DEIX  

Manfred Deix (geb.

  • Klösterlicher Schafstall wird für Veranstaltungen saniert
    Deutsche Stiftung Denkmalschutz