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Vorbericht Auktion 284 Russische Kunst, Antiquitäten, Schmuck.

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    Vorbericht Auktion 284 Russische Kunst, Antiquitäten, Schmuck.
    05.12.2020

Die russische Sparte umfasst rund 350 Objekten Russischer Kunst. Hierbei kommen neben russischem Silber, Porzellan, Glas und Gemälden verschiedenster Epochen, auch rund 200 russische und griechische Ikonen aus dem 16. - 20. Jh. zum Aufruf. In dieser Auktion gibt es einige Highlights im Bereich des russischen Kunstgewerbes: ein Teller der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur St. Petersburg aus der Periode Nikolaus I (1825-1855) zeigt einen Offizier und Untergebene des Semjonowski-Leibgarderegiments. Die Kaiserliche Porzellanmanufaktur St. Petersburg stellte das erste Mal eine Reihe von Militärtellern nach dem Ende der Napoleonischen Kriege her. Teller, die unter der Regentschaft Zar Nikolaus I entstanden, zählen zweifellos zu den qualitätsvollsten Erzeugnissen der Manufaktur. Der Teller in der Auktion ist auf das Jahr 1829 datiert und mit einer Taxe von 5.000 – 6.000 € sehr attraktiv geschätzt. Im Bereich des russischen Silbers ist ein 40 cm großer, vergoldeter Samowar des St. Petersburger Meisters Johann Theodor Buntzell (wird 1810 Meister) hervorzuheben (Taxe: 12.000 – 13.000 €). Ein Portrait eines Mädchens mit rotem Kopftuch von Nikolay Ivanovitch Feschin (1881 Kasan/Russland - 1955 Santa Monica/USA) ist auf 30.000 – 60.000 € geschätzt. Feschin ist bekannt für seine fein gemalten Portraits. In St. Petersburg studierte er bei Ilja Repin und Filip Maljavin. Die Echtheit des Gemäldes wurde durch die Feschin-Expertin Galina Tulusakova bestätigt.

Bei dem europäischen Porzellan ist ein seltenes Tête à Tête - Service mit Tiermalerei hervorzuheben. Es besteht aus einem Mokkakännchen, zwei Tassen mit Untertassen, einer Zuckerdose und einem Milchkännchen. Alle Teile sind reich dekoriert mit Federvieh und Insekten in sehr feiner bunter Malerei. Die Ränder und Henkel sind goldstaffiert. Das Service stammt aus Fulda und ist um 1783-1789 entstanden (Taxe: 3.000 – 4.000 €). Im Bereich des Jugendstilporzellans ist eine große Tänzerin von Ferdinand Liebermann zu erwähnen (Taxe: 1.500 – 1.700 €). Für Rosenthal arbeitet Liebermann ab 1909 und ist der meistbeschäftigte Figurenentwerfer in der Anfangszeit der Kunstabteilung Werk Selb.

Die in der Auktion angebotene Figur ist ein Beispiel für sein Können. Im Bereich der Fayencen ist ein seltener, kleiner Jagdkrug mit Savonahenkel hervorzuheben. Der um 1680 in der Salzburger Werkstatt Obermillner entstandene Krug ist auf 2.000 € geschätzt. Im Rahmen der Auktion kommt außerdem eine Sammlung italienischer Majolika aus dem 17. Jahrhundert zum Aufruf. Die Objekte stammen aus Venedig, Savona und Montelupo.

Glitzern und funkeln wird es bei der rund 250 Objekte umfassenden Schmucksparte. Hierbei sticht ein Schmuck-Ensemble mit Brillanten und Saphiren hervor: girlandenartig gestaltetes, prächtiges Collier und ein Paar Chandelier-Ohrgehänge, ausgefasst mit 38 Saphiren in diversen Schliffarten, zusammen 56 ct. und 606 Brillanten zusammen 26,50 ct. Das Ensemble aus Weißgold ist auf 40.000 – 40.000 € geschätzt.






  • 05.12.2020
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    Auktionsdaten
    Titel Europäisches Glas & Studioglas
    Datum 18.07.2020, 10:00 Uhr
    Besichtigung 



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