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Alte Meister, Skulpturen und Möbel mit Geschichte

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    Alte Meister, Skulpturen und Möbel mit Geschichte
    23.09.2009 - 24.09.2009
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Alte Meister, Skulpturen und Möbel mit Geschichte:
im Angebot der 413. Kunst- und Antiquitätenauktion

Woldemar Hottenroth (1802-1894) Römischer Carneval. Öl/Leinwand, signiert, bezeichnet

STUTTGART. Ein gemeinschaftlich entstandenes Gemälde von Jan Brueghel d. J. (1601-1678) und Frans Wouters (1612-1659) gehört zu den Höhepunkten des Altmeisterangebots der 413. Kunst- und Antiquitätenauktion, die am 23./24. September 2009 bei Nagel stattfindet. Die in leuchtenden Farben gehaltene Darstellung zeigt inmitten einer Landschaft eine Szene aus der antiken Mythologie: den Jäger Aktäon, der die Göttin Diana beim Baden in einer Quelle erblickt. Im selben Moment beginnt auf seinem Kopf ein Hirschgeweih zu wachsen. Aktäon wird später von seinen eigenen Hunden gehetzt und zerrissen.

Paar feine Guéridons, Frankreich/Paris, wohl spätes 18. Jahrhundert. Ormolu und Malachit

Einem Gutachten von Dr. Klaus Ertz zufolge ist das aus einer süddeutschen Privatsammlung stammende Tafelbild zu Beginn der 40-er Jahre des 17. Jahrhunderts entstanden. Brueghels Bilder sind von Malern und Spezialisten verschiedener Bildgattungen staffiert worden, darunter Rubens, Hendrik van Balen und Pieter Snayers. Wouters ist einer der eher selteneren Partner (Maße 48,8 cm x 66 cm, Öl/Eichenholz, Schätzpreis 80.000 €).

Auch die italienische Malerei wird von einem qualitätvollen Gemälde des Francesco de Rosa, gen. Pacecco de Rosa (1607-1656) angeführt. Es zeigt die hl. Ursula als Märtyrerin, ein Thema, mit dem sich der neapolitanische Künstler wiederholt beschäftigt hat. Das bisher von der Forschung nicht erfasste Gemälde stellt die Königstochter als monumentale Einzelfigur heraus, vor tiefem Horizont und mit römischen Bauwerken, die auf Ursulas Pilgerfahrt nach Rom anspielen. Das Gemälde dürfte in der ersten Hälfte der 40-er Jahre des 17. Jahrhunderts entstanden sein (Maße 154 x 125 cm, Öl/Leinwand, Schätzpreis 20.000 €).

Koester Alexander (1864-1932)Neun Enten im Schilfwasser. Öl/Lwd., signiert

Mit Werken von Antonio Maria Marini (1668-1725)und Luca Giordano /1632-1705) ist die italienische Malerei gut besetzt, die niederländische mit Künstlernamen wie Jan Gerritz. van Bronchorst (1603-1661) und David Vinckboons (1576-1629). Bei den Gemälden deutscher Maler ragt ein reizendes Knabenbildnis im Ovalformat heraus. Es zeigt Freiherr Hans Carl Ottobald von Werthern im Alter von elf Jahren und wurde von Johann Friedrich August Tischbein (1750-1812) gemalt, signiert und 1805 datiert. Das Gemälde war im Besitz der Grafen von Werthern-Beichlingen und befand sich bis 1945 in Schloss Beichlingen (Maße 60 x 40 cm, Öl/Leinwand, Schätzpreis 8.000 €).
Einen weiteren Schwerpunkt in der Septemberauktion bilden die Skulpturen. Zu den Höhepunkten zählt eine meisterlich gearbeitete Muttergottes aus Österreich. Sie steht in enger Nachfolge der Schönen Madonnen, was sich in der weichen und lieblichen Ausmodellierung des Gesichtes zeigt (Höhe 98cm, Schätzpreis 10.000 €). Dem Hans Juncker (1582-um 1623/24) zuordnen lassen sich zwei Putti. Das anmutige Paar könnte ursprünglich für den Aufsatz eines Altares gearbeitet worden sein (Höhe 35 cm, Schätzpreis 25.000 €). Aus der oberschwäbischen Werkstatt des Johann Georg Weckenmann kommt die Alabaster-Figur einer Sklavin oder Tartarin, um 1775 (H 39,5 cm, Schätzpreis 12.000 €).

Das Angebot umfasst dreißig Werke der weit verzweigten Bildhauer-Familie Cauer, deren Stammvater Emil Cauer d. Ä. (1800-1867) in Dresden geboren wurde und sich in Bad Kreuznach niedergelassen hatte. Das Angebot umfasst eine „Liegende Frauenfigur mit Hund" und „Zwei ringende Kinder", jeweils in Gips, von Emil Cauer d. Ä., Arbeiten seiner Söhne Carl und Robert und weiterer Nachkommen. Teuerstes Werk ist eine 50 cm hohe, in Bronze gegossene Pietà von Carl Cauer d.Ä (Schätzpreise 450 € bis 4.000 €).

Neben den Alten Meistern und Skulpturen, welche einen Schwerpunkt in der Auktion darstellen, kommen des weiteren Gemälde des 19. Jahrhunderts, Kunsthandwerk, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände zum Aufruf. Bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts sind die „Orientalischen Krieger" von Franz Roubaud (1856-1928) und ein „Bergbauernhof" von Oskar Mulley (1891-1949) zu erwähnen. Letzteres Bild stammt aus dem Sammlungsnachlass von Alfred Neubauer, des legendären Rennfahrers und Rennleiters der Daimler-Benz AG, auch als Don Alfredo bekannt (Schätzpreise 40.000 € bzw. 6.000 €).

Das Kunsthandwerk umfasst zwei museale deutsche Wunderkammerobjekte aus altem fränkischen Privatbesitz. Das eine ist ein Deckelpokal aus Rhinozeroshorn und Elfenbein, Mitte 17. Jahrhundert (H 27,5 cm, Schätzpreis 25.000 €), das andere ein Elfenbein-Doppelpokal aus dem 17. Jahrhundert (H 32 cm, Schätzpreis 7.500 €).


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  • Spätere Vergoldung, originale Fassung wohl noch vorhanden. Erg., Wappen fehlt.

Nach Angaben des Eigentümers befand sich der Wappenlöwe in dem 400 Jahre alten Markdorfer
Rathaus, das 1964 bei einem Brand zerstört und 1967 an gleicher Stelle durch ein neues Gebäude ersetzt wurde. Durch die schöne Ausarbeitung der Unterseite als Blütenrosette ist davon auszugehen, dass der Löwe auf Untersicht angebracht worden war und in den Pranken ehemals ein Wappenschild hielt.
Auf seiner Rückseite befindet sich eine Aussparung, an der er wohl auf einem Sims bzw. Vorsprung befestigt war. Ursprünglich war der kleine Löwe komplett farbig gefasst.
    Spätere Vergoldung, originale Fassung wohl noch vorhanden. Erg., Wappen fehlt. Nach Angaben des Eigentümers befand sich der Wappenlöwe in dem 400 Jahre alten Markdorfer Rathaus, das 1964 bei einem Brand zerstört und 1967 an gleicher Stelle durch ein neues Gebäude ersetzt wurde. Durch die schöne Ausarbeitung der Unterseite als Blütenrosette ist davon auszugehen, dass der Löwe auf Untersicht angebracht worden war und in den Pranken ehemals ein Wappenschild hielt. Auf seiner Rückseite befindet sich eine Aussparung, an der er wohl auf einem Sims bzw. Vorsprung befestigt war. Ursprünglich war der kleine Löwe komplett farbig gefasst.
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