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Angela Andorrer. Galerie der Reisenden Blätter.

02. Mai 2022 In Tulln sind in diesem Sommer Handscapes und Blattscapes der Künstlerin, Fotografin und Performerin Angela Andorrer gleich zwei Mal zu sehen. Unter dem Titel Galerie der Reisenden Blätter präsentiert die in Klosterneuburg lebende, gebürtige Deutschkanadierin von 11. bis 26. Juni 2022 in der Kunstwerkstatt Tulln ihre Arbeiten. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, den 10. Juni 2022 um 19 Uhr mit der Performance Cantus Klima ebenfalls von Angela Andorrer mit Valerie Pauss und Mitgliedern der Klimaaktivistengruppe Extinction Rebellion statt. Gegen Ende der Ausstellung, am Samstag, den 25. Juni 2022 um 17 Uhr findet die feierliche Enthüllung der Skulptur Panoramahandscape Tulln an der Donaulände auf der Picknick-Wiese zwischen Nibelungenbrunnen und Gästehafen im Rahmen des Bezirksfestes Tulln und des 100 Jahre Niederösterreichs Jubiläums statt.

Galerie der Reisenden Blätter
„Nicht selten erinnern die Fäden, die sich über das Blatt spannen, sich überkreuzen und verzweigen, an die Straßen und Wege einer Landkarte. In hölzerne Kästen wie schwebend vor weißem Hintergrund montiert, entfalten diese Kunstwerke ein wunderbares Eigenleben.“ Achim Gnann, Kurator, Albertina, Wien.

Angela Andorrer arbeitet in den Bereichen Zeichnung, Fotografie und Performance mit Fokus auf Landschaft, Kartographie und Körper. Von ihrem Vater, einem Antarktisforscher und Professor für Kartographie, entdeckt sie die Liebe zur Landschaft und zu Karten, von ihrer Mutter, Inhaberin eines Stoffgeschäftes, die Liebe zum Handwerk. Das Reisen und Wandern ist ein wesentlicher Teil von Andorrers künstlerischer Arbeit. Auf ihren Reisen und Wanderungen sammelt die Deutschkanadierin Blätter, die sie danach in ihrem Atelier mittels Farbe, Garn und Perlen zu Blattobjekten verwandelt. "Ich reise gern. Derzeit weniger gern in die Ferne, sondern lieber in die Nähe. Genauer gesagt ist die Nähe des Körpers und der Natur der Ausgangspunkt meiner Reisen, noch genauer gesagt: Die Häute der Menschen und der Blätter. Die Adern der Blätter erinnern an die Linien der Hände, an Bäche, Wege und Täler. In diesen Landschaften finde ich Ruhe und Schönheit." Angela Andorrer

Bewegung in der Natur, in Bewegung bleiben und temporäre Verortung sind weitere Aspekte in ihrem künstlerischen Werk. Durch den Wind verorten sich die Blätter immer wieder aufs Neue auf natürliche Weise. Sie fotografiert und filmt ihre Blattobjekte vor dem Hintergrund von wunderschönen und wechselnden Landschaftskulissen und Wetterverhältnissen auf ihren Reisen und Wanderungen. In den Videos wirken die dem Wind, Schnee und der Witterung ausgesetzten Blattobjekte verwundbar, zerbrechlich und stabil zugleich. In der Ausstellung Galerie der Reisenden Blätter in der Kunstwerkstatt Tulln präsentiert Angela Andorrer ihre Blattscapes in Objektkästen, ähnlich zerbrechlichen Käfern und Schmetterlingen in naturgeschichtlichen Sammlungen oder Reliquien und Klosterarbeiten. Ebenfalls zu sehen sein werden die Fotografien, Videoarbeiten und Entwürfe zur Skulptur Panoramahandscape.

„Eine zeitlose und zugleich topaktuelle Kunst, sinnlich und voller Bezüge, wo die Natur nicht nur eine Metapher ist (für das Leben, das Werden und Vergehen), sondern in erster Linie sie selbst bleibt.“ Claudia AIGNER, in: Die Blätter sind echt angefressen, Wiener Zeitung

Panoramahandscape Tulln
Angela Andorrer hat mit ihrer Skulptur Panoramahandscape Tulln ein sichtbares Symbol für das Miteinander in der Stadt Tulln geschaffen. Sie fotografierte gemeinsam mit ihrem Partner Laurenz Lanik die Handflächen von 100 Stadtinwohner*innen von Tulln und wählte nach dem Zufallsprinzip 42 Hände davon aus. Danach kombinierte sie – ähnlich einem Puzzle – mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms die Handlinien und deren Wölbungen und Muster miteinander. Entstanden ist daraus ein Bild, das auf den ersten Blick an eine kartografische Landschaft erinnert. Zu sehen ist aber nicht das geografische, sondern das soziale Gefüge von Tulln, als fiktive Karte, gebildet aus den Handlandschaften der Menschen, die hier leben. Die Nachnamen der Bürger*innen sind wie Kartenbeschriftungen im Bild der Landschaft abgedruckt. Mit dem „Finger auf der Landkarte“ kann den Handlinien und Verknüpfungen gefolgt werden. Der Begriff Landschaft und Karte wird im Kopf des Betracher*innen neu definiert.

„Eine geöffnete Hand ist ein Zeichen der Offenheit und des Miteinanders. Es freut mich sehr, dass die Angela Andorrer auf uns zugekommen ist und dieses Kunstprojekt in und für unserer Stadt konzipiert und realisiert hat. Die Tullnerinnen und Tullner reichen einander darin im wahrsten Sinn des Wortes die Hände. Panoramahandscape Tulln ist ein sichtbares Symbol unserer Stadt des Miteinanders.“ Peter Eisenschenk, Bürgermeister von Tulln

Panoramahandscape Tulln bekommt an der beliebten Flaniermeile der Donaulände unterhalb des Nibelungenbrunnens in Form einer klassischen Panoramatafel – 250 cm breit, 90 bis 140 cm hoch und 110 cm tief – wie wir sie von Aussichtsplattformen kennen einen sichtbaren Platz.








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  • Angela Andorrer, Blattscape #140 | 2019 | 23 x 25 cm | Blatt (umseitig gummiert) | Acryl, Ölkreide, Garn, Perlen | Foto: Angela Andorrer
    Angela Andorrer, Blattscape #140 | 2019 | 23 x 25 cm | Blatt (umseitig gummiert) | Acryl, Ölkreide, Garn, Perlen | Foto: Angela Andorrer
    Kunstwerkstatt Tulln
  • Angela Andorrer, Aus der Galerie der Reisenden Blätter | 2019 - 2021 | Pigmentprints | Foto: Angela Andorrer
    Angela Andorrer, Aus der Galerie der Reisenden Blätter | 2019 - 2021 | Pigmentprints | Foto: Angela Andorrer
    Kunstwerkstatt Tulln