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In Touch im Kunstmuseum Liechtenstein – Meisterwerke der Moderne im Dialog bei der Hilti Art Foundation

„In Touch – Begegnungen in der Sammlung“: Ein Jahrhundert im Dialog der Formen und Ideen

„40 Gemälde und Skulpturen aus der Sammlung der Hilti Art Foundation umspannen rund hundert Jahre künstlerischer Arbeit: 23 Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts begegnen sich in ihren Werken – und treten in Dialog mit uns.“ Mit diesen Worten eröffnet die Ausstellung In Touch im Kunstmuseum Liechtenstein ein Panorama der Moderne, das sich über Raum und Zeit hinweg entfaltet. Sie ist mehr als eine bloße Präsentation großer Namen – sie ist ein lebendiger Dialog zwischen Werken, Epochen und Betrachtern.

„Die Ausstellung In Touch versteht Kunst als kraftvollen Raum von Verbindungen, von Kontakt und Austausch.“ Diese Haltung durchzieht das gesamte kuratorische Konzept von Karin Schick, Direktorin der Hilti Art Foundation, die mit sicherem Blick drei Themenfelder entwirft, in denen sich Kunstgeschichte und Gegenwart berühren.

Im ersten Kapitel, Connected, wird der Beginn des 20. Jahrhunderts als Zeit des Aufbruchs und der Netzwerke erzählt. „Politische und gesellschaftliche Umbrüche prägen den Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa. Naturwissenschaft und Technik stellen Traditionen in Frage, und auch in den Künsten kommt es zu radikalen Neuanfängen.“ Werke von Wassily Kandinsky, Sophie Taeuber-Arp oder Paul Klee zeigen, wie Harmonie und Gleichgewicht, aber auch Trennung und Konflikt künstlerisch verhandelt werden.

Das zweite Kapitel, Same, same but different, beleuchtet die stilistische Vielfalt der Moderne. „Stilvielfalt ist ein wesentliches Merkmal der Moderne. Künstlerische Positionen entstehen zwar zur selben Zeit, bilden aber nicht selten Gegensätze.“ Die Ausstellung stellt Werke mit ähnlichen Motiven einander gegenüber, wodurch sich visuelle Spannungen entfalten: etwa zwischen Emil Noldes und Lyonel Feiningers Meerbildern, in den Bronzefiguren von Germaine Richier, Max Beckmann und Willem de Kooning oder in den abstrakten Kompositionen von Verena Loewensberg und Pablo Picasso.

Das dritte Kapitel, Across Time, reflektiert die Rezeption der Moderne in der Spätmoderne. „Zu jeder Zeit haben sich Kunstschaffende an ihren Vorgängern orientiert und eigene Verwandtschaften gefunden.“ Gotthard Graubner und Lovis Corinth bilden im ersten Halbjahr ein Maler-Duo, das den Eigenwert der Farbe in den Vordergrund rückt. „Zum Ende des 20. Jahrhunderts knüpfen sie forschend an eine Moderne an, die bereits als ‚klassisch‘ gilt.“ Ab Herbst 2025 übernehmen Sean Scully und Paul Klee diesen transhistorischen Dialog, der „ein vielschichtiges Zwiegespräch“ entstehen lässt.

Ein innovativer Mediaguide, entwickelt in Kooperation mit tonwelt, Berlin, begleitet die Ausstellung. „In der App stehen Touren in Deutsch und Englisch zur Verfügung: mit einführenden Texten, Interviews, Musik und Theater.“ Damit wird die Begegnung mit der Kunst zu einem immersiven Erlebnis – ein Dialog, der sich nicht nur visuell, sondern auch akustisch erschließt.

Zu den ausgestellten Künstlern zählen unter anderem Max Beckmann, Alexander Calder, Lovis Corinth, Max Ernst, Lyonel Feininger, Otto Freundlich, Julio González, Gotthard Graubner, Ferdinand Hodler, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Willem de Kooning, Verena Loewensberg, August Macke, René Magritte, Joan Miró, Piet Mondrian, Emil Nolde, Pablo Picasso, Sophie Taeuber-Arp, Germaine Richier und Sean Scully. Ein Highlight ist Kandinskys Werk Entre Deux von 1934 aus der Hilti Art Foundation.

„In Touch“ ist eine Einladung, Kunst nicht nur zu sehen, sondern ihr zu begegnen – im Raum, im Gedanken, im Herzen.

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  • 16.05.2025 - 12.04.2026
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    Kunstmuseum Liechtenstein »

    Öffnungszeiten
    Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr
    Donnerstag 10–20 Uhr
    Montag geschlossen

    Eintritt: CHF 15; ermässigt CHF 10



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