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NACH 1970. ÖST

NACH 1970. ÖSTERREICHISCHE KUNST AUS DER ALBERTINA

  • Ausstellung
    17.10.2008 - 11.01.2009
    Albertina »
NACH 1970. ÖST

Vom 17. 10. 2008 bis zum 11.1. 2009 ist die zweite Ausstellung der Reihe zur zeitgenössischen Kunst aus der Sammlung der Albertina zu sehen. Sie ist ausschließlich österreichischen Positionen der Gegenwartskunst gewidmet. 176 Werke von 33 Künstlern, die zum größten Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden, geben einen Einblick in die 30.000 Arbeiten umfassende Sammlung an zeitgenössischer Kunst in der Albertina.

Adriana Czernin Ohne Titel, 2001 © Adriana Czernin / Albertina, Wien

Die nach der Erweiterung und dem Umbau auf 2.000 Quadratmeter vergrößerten Jeanne & Donald Kahn Galleries sind der Ort, an dem dauerhaft ein substanzieller Einblick in die reichhaltigen Bestände an Gegenwartskunst geboten werden kann. Die Sammlung zeitgenössischer Kunst in der Albertina speist sich sowohl aus Ankäufen wie auch aus Schenkungen der Künstler selbst. In den kommenden Jahren werden hier wechselnde Künstlerräume für Herbert Brandl, Hubert Scheibl, Max Weiler, Arnulf Rainer oder Maria Lassnig eingerichtet, sie werden im Kontext unserer Sammlung internationaler Gegenwartskunst präsentiert werden.

erste Präsentation in den neuen Jeanne & Donald Kahn Galleries
for Contemporary Art

In Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank, werden in den neuen Galerien Arbeiten auf Papier Ölgemälden gegenübergestellt. Auch wenn die Ausstellung „Nach 1970. Österreichische Kunst aus der Albertina" keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, so macht sie den Besucher doch mit vielen der bedeutendsten Künstler der Zweiten Republik bekannt: Arbeiten von Arnulf Rainer und Maria Lassnig sowie eine Zusammenstellung von Werken der Künstlergruppe um die Wiener „Galerie St. Stephan" mit Hollegha, Mikl und Prachensky stehen Arbeiten junger österreichischer KünstlerInnen wie Ulrike Lienbacher, Adriana Czernin und Sonja Gangl gegenüber. Letztere machen deutlich, wie sehr sich die Zeichnung an der Schwelle vom 20. zum 21. Jahrhundert als künstlerische Praxis innerhalb einer multimedialen Bildproduktion behaupten kann.

Bruno Gironcoli Ohne Titel, 1990 © Bruno Gironcoli / Albertina, Wien

Insbesondere für Künstlerinnen ist die Zeichnung nicht nur eine der Malerei ebenbürtige Gattung; vielmehr tritt die Zeichnung sogar neben Video und Fotografie als dritte Ausdrucksmöglichkeit vor die Malerei. Die Ausstellung in der Albertina will zeigen, dass so wie in den Gründungsjahrzehnten des Museums das autonome Kunstwerk auf Papier heute wieder eine wichtige Rolle spielt und das traditionelle Verständnis der Zeichnung als kleinformatige, vorbereitende Skizze oder Studie in den Hintergrund getreten ist.

Denn die aktuelle internationale Kunstentwicklung zeichnet sich spätestens seit den Achtziger Jahren auch in der Zeichnung durch monumentale Formate, durch Autonomie und bildhafte Ausführung aus.
Während für Hubert Scheibl, Herbert Brandl, Alois Mosbacher, Max Weiler und Maria Lassnig monographische Räume eingerichtet werden, treten die meisten anderen KünstlerInnen in einen Dialog mit einer zweiten Position.

So erscheinen Angelis Kohlezeichnungen eines verstummenden Venedigs wie die Antwort auf Schmögners skurrile Serien aus den frühen 80er-Jahren. Hubert Schmalix' Sexualisierung des weiblichen Körpers tritt in einen Dialog mit den großformatigen Zeichnungen von Adriana Czernin. In diesen versinkt die Künstlerin fortschreitend in einem Meer an Ornamentik. Die frühe gestische Abstraktion von Günter Brus und Alfons Schilling steht den Materialbildern von Franz Grabmayr gegenüber. Nitschs „Letztes Abendmahl" ist in Rainers Fotoübermalungen des entrückten Künstlers und zwei Kreuze Rainers ingebettet.

 Rupert Steiner)

Die in den 70er-Jahren in der Gruppe Zötus zusammenarbeitenden Künstler Gottfried Helnwein und Franz Zadrazil zeigen zwei verschiedene Möglichkeiten eines Fotorealismus. Siegfried Anzinger und Hubert Damisch verdeutlichen aus historischer Distanz die gewaltige Breite, die die Position Neuer Malerei der jungen Wilden in den 80er- und 90er-Jahren aufgewiesen hat.

Die mannigfaltigen und überaus komplexen Ausdrucksmöglichkeiten der Bleistift- und Kreidezeichnung werden durch monumentale Zeichnungen von Adolf Frohner und Florentina Pakosta einerseits, sowie Sonja Gangl und dem Linzer Künstlerpaar Hauenschild und Ritter andererseits verdeutlicht. Bei Sonja Gangl tritt wieder das Konzeptionelle der Serie in den Vordergrund. Die Serie besteht aus realistischen Übersetzungen des letzten Frames bedeutender Filme in penible Bleistiftzeichnungen. Ulrike Lienbacher gehört schließlich ebenso wie Gangl und Elke Krystufek zu jenen KünstlerInnen, die die Zeichnung unbelastet neben Videos, Fotografien und anderen Medien als eigenständige Kunstgattung verstehen.


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