• Menü
    Stay
Schnellsuche

Nini und Carry Hess

Hilfe bei der Suche nach Fotomaterial

  • Presse
    Hilfe bei der Suche nach Fotomaterial
    28.02.2020
    Museum Giersch »
Nini und Carry Hess

Internationaler Frauentag: Museum Giersch der Goethe-Universität bereitet Ausstellung über Leben und Werk der Frankfurter Fotografinnen Nini und Carry Hess vor

Anlässlich des Internationalen Frauentages möchte das Museum Giersch der Goethe- Universität auf das Schicksal von zwei herausragenden Fotografinnen der Weimarer Republik aufmerksam machen. Die Schwestern Nini (1884–1943) und Carry Hess (1889– 1957) schufen einfühlsame individuelle Porträts und prägten das Bild der „Neuen Frau“ der 1920er-Jahre mit. Die geplante Ausstellung des Museums im Frühjahr/Sommer nächsten Jahres mit rund 180 Originalfotografien gibt zum ersten Mal einen differenzierten Überblick über Biographie und Werk der Frankfurter Schwestern, deren Leben und Karriere von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zerstört wurde. Den Schwerpunkt bilden Porträt- und Theaterfotografie, daneben werden Arbei- ten aus dem Bereich der Tanz-, Akt-, Mode- und Architekturfotografie zu sehen sein.

Erinnert wird an zwei Fotografinnen, deren Atelier in der Börsenstraße zu den angese- hensten in Deutschland gehörte. Die beiden Schwestern hatten es 1913 gegründet und sich auf Porträtfotografie spezialisiert. Ihre Kundschaft fanden sie vor allem im Großbürgertum der Frankfurter Stadtgesellschaft.

Ausgestattet mit einem Generalvertrag mit der Stadt Frankfurt hielten die Hess- Schwestern zudem das Bühnengeschehen dieser Jahre in einer Vielzahl von Szenenfotos und Rollenporträts fest. Es entstanden ferner zahlreiche Zivilporträts von Bühnenstars wie Heinrich George, Fritta Brod, Constanze Menz oder Gerda Müller, aber auch von berühmten Tänzerinnen wie Mary Wigman, Niddy Impekoven und Anna Pawlowa.

Die Qualität ihrer Aufnahmen und ihre gute Vernetzung in Künstlerkreisen sorgten da- für, dass sie regelmäßig für führende Magazine wie die „Berliner Illustrierte Zeitung“, den „Querschnitt“ oder den „Uhu“ fotografierten. Illustrationsaufträge für die Frauen- beilage der „Frankfurter Zeitung“ kamen hinzu. Prominente wie Carl Zuckmayer, Alfred Döblin, Thomas Mann, Max Beckmann, Paul Hindemith, Ferdinand Kramer oder C. G. Jung ließen sich von Nini und Carry Hess porträtieren.

In der Reichsprogromnacht 1938 zerstörten Angehörige der SA das Atelier sowie das Bildarchiv der Schwestern vollständig. 1942 wurde Nini Hess ebenso wie ihre Mutter deportiert und vermutlich 1943 in Auschwitz ermordet. Carry Hess war 1933 nach Paris emigriert. Nach der Befreiung scheiterte ihr Versuch, dort wieder als Fotografin zu arbei- ten. Ihre letzte Lebensphase ist geprägt durch den demütigenden Kampf mit den deut- schen Behörden um finanzielle Wiedergutmachung. Das Museumsteam ist an weiteren Hinweisen zu Leben und Werk der Schwestern sowie möglichen Fotografien in Privatbesitz interessiert. Gerne können Sie sich telefonisch un- ter 069/13821010 oder per E-Mail an info@museum-giersch.de melden.






  • Ernst Leitz
    Eine Notiz im Werkstattbuch belegt: Spätestes im März 1914 – vor genau 100 Jahren also...
  • 28.02.2020
    Presse »
    Museum Giersch »

    Öffnungszeiten: Di–Do 12–19 Uhr; Fr–So 10–18 Uhr; Mo geschlossen Sonderöffnungszeiten nach Vereinbarung



Neue Kunst Nachrichten
Sanierung der Geyso-Kapelle in
Ein kleines Gotteshaus am Hang des DörrbergesEin...
RESULTS: Swiss Made UNLOCKED
SWISS MADE UNLOCKEDShakes up the auction scene in Switzerland...
Sotheby's Contemporary
SOTHEBY’S JUNE 2020 AUCTIONS OF CONTEMPORARY AND...
Meistgelesen in Nachrichten
Design in Frankreich  

Eine Ausstellung besuchen, die ästhetische und zugleich

Kunsthaus Graz zu  

Vor etwa einem Jahr wurde der Stadt Graz der Titel City of

Stills &  

November 2016 –Tocelebrate the holiday season,

  • Nini & Carry Hess: Katia Mann, 1928, ETH-Bibliothek Zürich, Thomas-Mann-Archiv
    Nini & Carry Hess: Katia Mann, 1928, ETH-Bibliothek Zürich, Thomas-Mann-Archiv
    Museum Giersch