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Ausstellung „Watteau. Kunst – Markt – Gewerbe“

Schloss Charlottenburg 9. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der französischen Botschafterin in Deutschland Anne-Marie Descôtes

Vorverkaufsstart am 1. Mai 2021 Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) startet am 1. Mai 2021 den Online-Vorverkauf für die diesjährige Sonderausstellung „Watteau. Kunst – Markt – Gewerbe“ im Schloss Charlottenburg.

Im Online-Ticketshop https://tickets.spsg.de können ab 1. Mai 2021 Eintrittskarten für ein bestimmtes Zeitfenster für den Einlass gebucht werden. Die Besuchszeit ist nicht begrenzt.

Frühaufsteher können sich für das ermäßigte Early-Bird-Ticket entscheiden und ihren Rundgang durch die Watteau-Ausstellung zwischen 9:00 und 9:50 Uhr beginnen.

Multimedia-Guides gibt es sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Das Familienticket ermöglicht sogar preislich einen entspannten Ausstellungsbesuch.

Nach aktuellen Regelungen bietet ein für alle Schlösser und Museen erarbeitetes Sicherheits- und Hygienekonzept größtmögliche Sicherheit für die Besucher und Besucherinnen. Das Tragen eine Mund-Nasen-Maske ist derzeit noch Pflicht. Über aktuelle Regelungen zum Ausstellungsbesuch kann man sich auf der Website www.spsg.de jederzeit informieren.

2021 jährt sich der Todestag des französischen Malers Antoine Watteau (1684-1721) zum 300. Mal. Der Ruhm des schon zu Lebzeiten gefeierten Künstlers wirkt bis heute, seine Werke sind begehrte Sammelobjekte. Nach dem Louvre in Paris besitzt die SPSG die bedeutendste Gemäldesammlung dieses Künstlers der Régence. Unter dem Motto „Kunst – Markt – Gewerbe“ ehrt eine Sonderausstellung im Schloss Charlottenburg diesen herausragenden Maler des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Schau steht eines der Hauptwerke Watteaus: das „Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“. 1746 von Friedrich dem Großen (1712-1786) erworben, gilt das Gemälde seit seiner Entstehung als ein Meisterwerk. Ursprünglich als Medium der Geschäftswerbung und als „Aushängeschild“ des Pariser Kunsthandels entstanden, regt das Bild bis heute aktuelle Fragen an, die die Vermarktung, den Handel, aber auch das Sammeln und die intellektuelle Auseinandersetzung mit Kunst betreffen.

Vorgestellt werden zwei Protagonisten des Pariser Kunstlebens: Edme-François Gersaint (1694-1750) und Jean de Jullienne (1686-1766). Der junge aufstrebende Kunsthändler Gersaint nutzte sein Geschäft auf der Pariser Pont Notre Dame, um nach dem Tode Watteaus die Werke des Künstlers durch neue Werbemedien und -formate europaweit zu vermarkten. Zusammen mit Jullienne, einem Sammler und Förderer Watteaus, realisierten sie die Idee, alle Zeichnungen und Gemälde des Malers druckgraphisch zu reproduzieren. Mit dieser Edition, dem „Recueil Jullienne“, entstand der Prototyp einer modernen illustrierten Werksammlung, die in ihrer Nachwirkung eine regelrechte Modewelle auslösen sollte: In ganz Europa erwarben Sammler, Manufakturbesitzer und Gewerbetreibende die nach den Werken Watteaus entstandenen Druckgraphiken. Die Bildwelt Watteaus inspirierte auch die Hofmalerei und das Kunsthandwerk in Preußen. Motive à la Watteau finden sich nicht nur in der Malerei, sondern auch auf Wandschirmen, Tapeten, Fächern, Porzellanen und Bildteppichen der friderizianischen Zeit wieder.

Als Inspirationsquelle wirkt Watteau bis in die Moderne. Zeitgenössische Künstler wie der Schweizer Maler Thomas Huber (*1955) und die britische Modedesignerin Vivienne Westwood (*1941) sind mit jeweils einem Werk in der Ausstellung vertreten. Ihre künstlerischen Positionen zeigen, dass Watteau bis heute als innovativer Künstler wahrgenommen wird und sein Werk zur schöpferisch-kreativen Auseinandersetzung anregt. Die unter der Schirmherrschaft der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes stehende Ausstellung zeichnet ein facettenreiches Bild zu Watteau als Künstler und Stilikone, dessen Nachruhm mit dem Laden des Kunsthändlers Gersaint auf der Pariser Notre Dame begründet wurde.






  • 09.10.2021 - 09.01.2022
    Ausstellung »

    Information
    Watteau. Kunst – Markt – Gewerbe
    9. Oktober 2021 – 9. Januar 2022
    Schloss Charlottenburg – Neuer Flügel
    Spandauer Damm 10-22
    14059 Berlin

    Öffnungszeiten
    Di-So, 9 – 16.30 Uhr, letzter Einlass 15.30 Uhr
    Die Ausstellung ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

    Eintritt
    14 / ermäßigt 10 Euro inkl. Besuch im Obergeschoss zur Besichtigung des Bildes „Einschiffung nach Kythera“

    Early-Bird-Ticket: 12 / ermäßigt 8 Euro. Gültig nur für die Sonderausstellung „Watteau. Kunst – Markt – Gewerbe“ im Erdgeschoss des Neuen Flügels für Einlasszeiten ab 9.00 bis 9.50 Uhr.

    Familienkarte „Charlottenburg+ Familie“ 27 Euro (2 Erwachsene und max. 4 Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

     

    Gültig für einen Besuch in allen Schlössern im Schlossgarten Charlottenburg an einem Tag inkl. der Ausstellung (inkl. Multimediaguide dt. /engl.).

    Jahreskarte 60 / ermäßigt 40 Euro (gültig für 1 Jahr)
    Freier Eintritt in alle geöffneten Schlösser sowie in sämtliche Sonderausstellungen der SPSG

    Besucherinformation
    www.spsg.de/watteauinberlin
    info@spsg.de, Tel.: 0331.96 94-200

    Ticket im Vorverkauf ab 1. Mai 2021 unter https://tickets.spsg.de



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