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CRIP TIME

Panteha Abareshi, Absalon, John Akomfrah, Emily Barker, Franco Bellucci, Adelhyd van Bender, Brothers Sick (Ezra & Noah Benus), Franz Karl Bühler, Derrick Alexis Coard, Shawanda Corbett, Chloe Pascal Crawford, Jillian Crochet, Jesse Darling, Pepe Espaliú, Shannon Finnegan, Sharona Franklin, Isa Genzken, Nan Goldin, Felix Gonzalez-Torres, Emilie Louise Gossiaux, Judith Hopf, Karrabing Film Collective, Mike Kelley, Christine Sun Kim, Carolyn Lazard, Guadalupe Maravilla, Park McArthur, Michelle Miles, Leroy F. Moore Jr., Cady Noland, Berenice Olmedo, Dietrich Orth, Gerhard Richter, Donald Rodney, Alex Dolores Salerno, Dolly Sen, Liza Sylvestre, Sunaura Taylor, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Constantina Zavitsanos

„You don’t need to be fixed, my queens. It’s the world that needs to be fixed.“ —Johanna Hedva

In einer Welt, die auf permanente körperliche Funktionalität, Mobilität und Verfügbarkeit und deren stetige Steigerung baut, führt jegliche Form von Dysfunktionalität zum unmittelbaren Ausschluss oder wird als behandlungsbedürftig erklärt. Die Gewalt, die in normativen Körpervorstellungen und somit in Bildung, Arbeit, Architektur, Medizin und Pharmakologie liegt, ist folgenschwer. Fortwährend werden Menschen durch gesellschaftliche Barrieren beeinträchtigt und behindert. Zugänglichkeit aber ist die Grundlage von Teilhabe und Gerechtigkeit. Krankheit ist keine individuelle Angelegenheit, sondern eine kollektive gesellschaftliche. Gesundheit nicht nur ein medizinisches Terrain, sondern auch ein politisches, auf welchem soziale Machtverhältnisse ausgeübt werden.

Individuelle Autonomie ist ein Mythos. Unsere gegenseitige Abhängigkeit anzuerkennen ermöglicht uns hingegen, zu einem neuen Denken von Gesellschaft zu gelangen. Anstelle einer ständigen Verfügbarkeit geht die Idee von „crip time“ von multiplen Bedürfnissen aus. Veränderte Zeitlichkeiten können entstehen, neue Formen der Fürsorge und Verbundenheit entwickelt und ein anderes Denken und Wahrnehmen eröffnet werden.

Es gilt, die Verletzlichkeit unserer Körper als etwas uns Konstituierendes zu begreifen. Denn erst unsere Verletzlichkeit macht uns zu sensiblen, wahrnehmenden und verschiedenen Menschen.






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