Arcimboldo – Bassano – Bruegel: Die Zeiten der Natur | Ausstellung im Kunsthistorischen Museum 2025
-
Ausstellung11.03.2025 - 29.06.2025
Ab März 2025 widmet das Kunsthistorische Museum seine Frühjahrsausstellung den Meisterwerken von Pieter Bruegel d. Ä., Giuseppe Arcimboldo, Jacopo und Leandro Bassano sowie weiteren herausragenden Künstlern des 16. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Zusammenspiel von Mensch, Natur und Zeit – ein Thema, das damals wie heute von Bedeutung ist.
Wie orientierte sich der Mensch der Renaissance in einer Welt im Wandel? Wie nahm er den Lauf der Jahreszeiten wahr, den Rhythmus der Natur und die Ordnung der Zeit? Die Ausstellung Arcimboldo – Bassano – Bruegel. Die Zeiten der Natur veranschaulicht eindrucksvoll, wie diese Fragen die Künstler der Epoche beschäftigten. Dies zeigt sich in Darstellungen von Monatszyklen, Naturbeobachtungen und allegorischen Werken voller Symbolik.
Mit über 140 ausgewählten Werken, darunter bedeutende Leihgaben aus internationalen Museen und Wiener Sammlungen, eröffnet die Ausstellung einen einzigartigen Einblick in die Kunst- und Wissenschaftskultur der Renaissance. Sie kombiniert kunsthistorische Perspektiven mit einer tieferen Untersuchung der ursprünglichen Funktion und Bedeutung der Werke – eine faszinierende Entdeckungsreise in die Weltanschauung und Kunst dieser Epoche.
Leihgaben unter anderem aus: The Metropolitan Museum of Art, New York
The Royal Collection Trust, London
Bibliotheca Apostolica Vaticana, Città del Vaticano
Gallerie degli Uffizi, Florenz
Rijksmuseum, Amsterdam
National Gallery of Art, Washington, D.C.
Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Szépművészeti Múzeum, Budapest
Orientierung in der Welt
Seit jeher strebt der Mensch danach, seinen Platz im Universum zu verstehen. Philosophie und Wissenschaft spielen dabei eine zentrale Rolle und dienen als Grundlage für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Verbindung zwischen Mensch und Natur.
Der Einfluss des Kosmos zeigt sich in der Welt durch Wetterphänomene und natürliche Zyklen, die den Alltag strukturieren. Zeit verleiht dem Leben Ordnung: Tage, Monate und Jahre schaffen messbare Rhythmen. Die Kunst der Renaissance spiegelt diese Auseinandersetzung in beeindruckenden Darstellungen von Monaten und Jahreszeiten wider – mit Werken zu saisonaler Arbeit, Festen und Bräuchen.
Mit den großen Entdeckungsreisen der Renaissance gewann auch die Navigation an Bedeutung. Neue Instrumente ermöglichten eine präzisere Erfassung und Darstellung der Erde in Karten. So etwa Albrecht Dürers detaillierte Sternkarten oder Gerhard Mercators bahnbrechende Globen. Nicht nur Kunst und Wissenschaft waren von diesen Fortschritten fasziniert, auch präzise gefertigte Messinstrumente wurden zu begehrten Sammlungsobjekten in fürstlichen Kunstkammern.
Ein neuer Blick auf die Natur
Die Erforschung der Welt rückte in der Renaissance die Nachahmung der Natur ins Zentrum des künstlerischen Schaffens. Leonardo da Vinci verkörpert diesen Ansatz exemplarisch mit seinen Gemälden und Zeichnungen, die das Universum als einen ständigen Wandel begreifen. Auch Albrecht Dürer hält die Natur mit beeindruckender Präzision in Aquarell und Tempera fest und beeinflusst damit zahlreiche Künstlergenerationen.
Das 16. Jahrhundert war eine Epoche des Umbruchs: Neue Erkenntnisse und Erfindungen revolutionierten das Weltbild. Gelehrte griffen auf antike Schriften zurück, um die Naturwissenschaften neu zu hinterfragen. Bahnbrechende Werke der Anatomie, Astronomie, Botanik und Zoologie entstanden und wurden durch den Buchdruck erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Rolle des Künstlers wurde dabei zentral: Er vermittelte die erlebte Wirklichkeit nicht nur durch das geschriebene Wort, sondern vor allem durch das Bild – und machte sie so einem größeren Publikum zugänglich.
Bruegel
Pieter Bruegel d. Ä. verlieh der Landschaft in seinem Jahreszeiten-Zyklus eine neue Bedeutung. Lichtstimmungen, Wetterphänomene und atmosphärische Veränderungen fing er je nach Jahreszeit eindrucksvoll ein. Seine monumentalen Darstellungen des bäuerlichen Lebens gewährten nicht nur detaillierte Einblicke in den Alltag, sondern luden zugleich zur Reflexion ein.
Arcimboldo
Giuseppe Arcimboldo schuf einen faszinierenden Zyklus der Jahreszeiten in Form allegorischer Porträts. Typische Früchte, Blumen und Tiere der jeweiligen Jahreszeit verschmelzen in seinen Gemälden zu originellen Köpfen. In seinen Wiener Werken integrierte er zudem subtile Anspielungen auf die gute Regierung der Habsburger: Deren Herrschaft symbolisiert Gleichgewicht und Kontinuität – genau wie der ewige Kreislauf der Natur.
Bassano
Jacopo Bassano setzte sich in seinen biblischen Pastoralen mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur auseinander. Seine religiösen Szenen bettete er in die ländliche Landschaft Venetiens ein, die als Kulisse für Episoden aus dem Alten und Neuen Testament diente. Die Darstellung bäuerlicher Tätigkeiten verknüpfte er mit dem zyklischen Rhythmus der Natur und einer tiefen Religiosität.
This text has been edited to present the content in a clear and easily understandable manner. Details about the editing process and our use of AI can be found here.
-
05.10.2019 - 13.10.2019Am 5. Oktober rollt die FAIR FOR ART Vienna der Kunst zum dritten Mal den roten Teppich aus. Mehr...
-
16.08.2021Am Samstagabend, dem 14. August2021 verlieh das ImPulsTanz–Vienna International Dance...
-
23.06.2020 - 25.06.2020Große Sommerauktion Von Gemälden der Alten Meister über Antiquitäten und Designobjekten bis hin...
-
Wir suchen insbesondere Arbeiten der folgenden Künstler: Fritz Aigner Eduard Angeli Siegfried...
-
Masaccio begründet mit seinem Trinitätsfresko "Die Heilige Dreifaltigkeit"...
-
17.01.2025 - 05.10.2025Die Sonderpräsentation Ansichtssache, die in regelmäßigen Abständen in der Gemäldegalerie des...
-
18.06.2025 - 05.10.2025The Art of Beauty – eine faszinierende Zeitreise durch Schönheitsideale und Körperpflege...
-
05.09.2025 - 01.03.2026Zart geritzt, flott gepinselt, gut versteckt – Inschriften auf griechischen Vasen im...
-
30.09.2025 - 22.02.2026Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Royal Academy of Arts, LondonDas Kunsthistorische...
-
11.03.2025 - 29.06.2025
Täglich von 10 - 17 Uhr
Im November geschlossen