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Impressionismus erleben: „Licht und Landschaft“ im Augustinermuseum Freiburg – Normandie-Ausstellung bis 30. November 2025

Licht und Landschaft – Impressionisten in der Normandie: Meisterwerke des Lichts noch bis 30. November im Augustinermuseum Freiburg

Seit dem 24. Mai 2025 lädt das Augustinermuseum Freiburg zur bedeutenden Ausstellung „Licht und Landschaft: Impressionisten in der Normandie“. Noch bis Sonntag, 30. November 2025 können Besucher über 70 Werke von 36 Künstlern entdecken – darunter große Namen wie Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet und Claude Monet. Die Ausstellung basiert auf der Sammlung „Peindre en Normandie“, die in den 1990er Jahren in Caen gegründet wurde und bereits international Anerkennung fand – unter anderem in Italien, Südkorea und den USA. Freiburg ist nach Münster 2017 erst die zweite Station in Deutschland.

„Schroffe Felsen, lange Strände, mal ruhige, mal aufgewühlte See“ – die normannische Landschaft bietet eine Kulisse voller Kontraste, die Maler des 19. Jahrhunderts in ihren Bann zog. In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen durch Industrialisierung, Urbanisierung und technische Neuerungen erschloss die Eisenbahnverbindung von Paris nach Le Havre im Jahr 1847 eine neue Welt. Die Natur wurde zum Motiv, das man nun mit tragbarer Staffelei und Farbtuben direkt vor Ort festhalten konnte.

„Dank Erfindungen wie Malkästen, Farbtuben und klappbaren Staffeleien können sie ‚en plein air‘ – unter freiem Himmel malen.“ So entstanden die impressionistischen Momentaufnahmen, in denen Licht, Atmosphäre und Bewegung im Mittelpunkt stehen. Die Ausstellung zeigt, wie eng die Normandie mit der Entwicklung dieser revolutionären Malerei verbunden ist.

Ein Schlüsselort ist das Landgut Saint-Siméon bei Honfleur, wo Künstler wie Corot, Boudin, Jongkind und Monet ihre Ideen austauschten. „Unter Apfelbäumen diskutieren Künstler wie Corot, Boudin, Jongkind und der junge Monet ihre Ideen, Skizzen und Techniken.“ Diese Gemeinschaft legte den Grundstein für eine neue Epoche der Kunst.

Während sich viele Küstenorte in lebhafte Seebäder verwandelten, zogen sich die Impressionisten in die Abgeschiedenheit zurück. „So malt Claude Monet bewusst in der Nebensaison und fängt mit mehreren Leinwänden das wechselnde Licht ein.“ Das Prinzip der „solitude“ durchzieht Monets Werk: Flüchtige Stimmungen, skizziert unter freiem Himmel, finden später im Atelier ihren Ausdruck.

Auch die Menschen der Küste wurden zum Thema. „Fischer, Muschelsammler und Marktfrauen werden zum Sinnbild einer naturverbundenen Lebensweise.“ Künstler wie Boudin, Daubigny und Jongkind hielten diese Szenen in poetischen Bildern fest – fernab jeder romantisierenden Verklärung.

Ein weiteres zentrales Motiv ist die Seine, die Paris mit der Normandie verbindet. „Zwischen Rouen und Le Havre entdecken Künstler das Spiel von Licht, Wasser und Bewegung.“ Manche von ihnen, darunter Monet und Daubigny, arbeiteten vom Boot aus, um die Lichtreflexe direkt vom Wasser zu studieren.

Auch das sanfte normannische Hinterland inspirierte. Corots „Dorfstraße in der Normandie“ zeigt bäuerliches Leben in schnörkelloser Direktheit. „Beinahe nüchtern hält er hier das Hinterland fest, auf eine Idealisierung verzichtet Corot völlig.“

Die Sammlung wurde ursprünglich von Alain Tapié kuratiert. Für Freiburg übernahmen Jutta Götzmann, Direktorin des Augustinermuseums, und Mirja Straub, zuständig für die Malerei des 19. Jahrhunderts, die Adaption – unterstützt von der wissenschaftlichen Volontärin Camilla Brantl. Das vielfältige Bildungs- und Vermittlungsprogramm stammt von Beate Reutter, die organisatorische Umsetzung übernahm die Agentur Johannes Ramharter aus Österreich.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für alle unter 27 Jahren, mit Freiburg-Pass oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg.

Weitere Informationen unter www.museen.freiburg.de/am.

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  • Impressionismus
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  • 24.05.2025 - 30.11.2025
    Ausstellung »
    Städtische Museen Freiburg »

    Öffnungszeiten
    Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr

    Eintrittspreise
    7 Euro / erm. 5 Euro



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  • Boggs Franck-Myers Dieppe brume matinal 1881 Peindre en Normandie © Région Normandie Inventaire général Foto Patrick Merret
    Boggs Franck-Myers Dieppe brume matinal 1881 Peindre en Normandie © Région Normandie Inventaire général Foto Patrick Merret
    Städtische Museen Freiburg
  • Boudin Eugène Die Mole in Trouville bei Flut ca. 1888-95 Peindre en Normandie © Région Normandie Foto Patrick Merret
    Boudin Eugène Die Mole in Trouville bei Flut ca. 1888-95 Peindre en Normandie © Région Normandie Foto Patrick Merret
    Städtische Museen Freiburg
  • Villon Jacques Unter dem Zelt, am Strand, Blonville Blonville ca. 1906 © Jacques Villon ADAGP Paris 2022Foto Patrick Merret
    Villon Jacques Unter dem Zelt, am Strand, Blonville Blonville ca. 1906 © Jacques Villon ADAGP Paris 2022Foto Patrick Merret
    Städtische Museen Freiburg