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Nachbericht zur Online Auktion der Hermann Historica

Am 20. bis 24. Juni fand die erste reine Online-Auktion im Jahr 2022 statt.

Über 3.300 Objekte wurden vom geschichtsträchtigen Auktionshaus Hermann Historica angeboten. Wie gewohnt versammelten sich die Freunde von Kunst, Schusswaffen und Militaria zahlreich vor ihren Bildschirmen. Und auch die hohen Sommertemperaturen hielten die Sammler nicht vom Bieten fern, auch wenn sie so manch kleine Eis-Pausen einlegten. Das Gesamtergebnis der einwöchigen Auktion kann sich definitiv sehen lassen!

Kunst und Antiquitäten
Den Auftakt am Montag, dem 20. Juni, machte der Bereich „Kunst und Kunsthandwerk, Asiatika, Antiken“ mit 815 Objekten. Gleich zu Beginn konnte ein schönes Gemälde zum fast Fünffachen des Startpreises versteigert werden. Ein Stillleben aus dem Frankreich des 19. Jahrhunderts wurde unter der Losnummer 7022 für 240 € angeboten und für 1.187,50 € verkauft.

Interessant gestaltete sich die Bietbereitschaft im Bereich der wissenschaftlichen Instrumente. Während einige Highlights vom breiten Angebot an Leitz-Fotoequip- ment keinen Anklang fanden, erreichten andere wiederum Spitzenpreise. So auch das Los 7589. Das Weitwinkel- objektiv des namhaften Unternehmens wurde für 260 € aufgerufen. Für 4.000 € wechselte es seinen Besitzer. Auch das Normalobjektiv Summilux-R von Leitz (Losnummer 7590) erregte großes Interesse. Schnell stiegen die Gebo- te vom Startpreis von 350 € in den vierstelligen Bereich. 3.750 € musste der Höchstbietende letztendlich investieren.

Schöne Bietgefechte gab es vereinzelt auch unter den Asiatika- Prunkstücken. Für 800 € wurde unter der Losnummer 7647 ein eindrucksvoller Buddha Shakyamuni angeboten. Die sitzende Buddha-Figur aus Tibet des 18. bzw. 19. Jahrhunderts war sehr begehrt und konnte für 3.375 € verkauft werden. Unter den Antiken fand das Los 7761 großen Anklang. Ein römi- scher Marmorkopf des späten 2. oder frühen 3. Jahrhunderts war auf 300 € taxiert. 1.750 € war dieser imponierende Lockenkopf eines bärtigen Mannes dem Höchstbietenden wert. Für den gleichen Preis von 1.750 € wurde ein spätrömischer Becher mit aufgemaltem Trinkspruch verauktioniert (Los 7787). Der Startpreis dieser Seltenheit vom Ende des 3. bzw. Anfang des 4. Jahrhunderts lag bei nicht mehr als 300 €.

Antike Waffen und Rüstungen aus aller Welt
Am Dienstag, dem 21. Juni, durften die Bieter in die Welt der Burgen und Ritter eintauchen. Der Auktionstag stand mit über 300 Objekten ganz im Zeichen von Alten Waffen und Rüstungen. Ein osmanisches Kettenhemd aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert war da besonders beliebt. Das hüftlange Hemd aus vernieteten Ringen wurde unter der Losnummer 8028 für 1.000 € aufgerufen. Für 2.000 € wechselte diese Seltenheit seinen Besitzer. Aus Indien stammte das gesuchte Los 8096. Für 200 € wurde hier ein goldtauschierter Tulwar von 1800 angeboten. Erst bei 1.625 € endeten die Bietgefechte. Bei den heimischen Waffen stach das Los 8257 hervor. Ein Linkhanddolch aus dem 17. Jahrhundert mit graphischem Dekor konnte für 3.125 € versteigert werden. Der Startpreis lag bei 1.900 €.

Schusswaffen aus fünf Jahrhunderten
Am Mittwoch, dem 22. Juni, lockten knapp 900 Objek- ten die Onlinebieter an ihre Bildschirme. Dabei lieferten sich die zahlreichen Waffensammler teils heftige Biet- gefechte. Unter den zivilen Schusswaffen fand das Los 9121 großen Anklang. Ab 600 € kam ein Paar britischer Steinschlosspistolen um 1810 zum Aufruf. Zusammen mit einem später angefertigten Holzkasten und einer Pulverflasche kamen die Kurzwaffen für 1.500 € unter den Hammer. Gleich bei zwei modernen Schusswaffen des Herstellers Simson aus Suhl herrschte reges Interesse. Das Los 9369, eine Makarov PM9 der Vorserie, konnte im nahezu neuwertigen Zustand ab 350 € beboten werden. Für 2.125 € wechselte dieses gesuchte Modell seinen Besitzer. 1.750 € musste der Höchstbietende für das Model NP 20 von Simson investieren (Losnummer 9371). Startpreis lag hier bei 700 €.

Das Zehnfache des Startpreises von 150 € war einem Waffenfreund der britische Revolver Webley Pryse Nr. 4 wert (Losnummer 9613). Nach einem kurzen, aber intensiven Bietgefecht konnte er bei 1.500 € die seltene Waffe von 1885 sein Eigen nennen. Bei einer Dekowaffe ging es im Bereich der Ordonnanzwaffen ebenso wild her. Für 4.800 € konnten Gebote für eine Granatbüchse 39 (Losnummer 9760) abgegeben werden. Fast das Doppelte, nämlich 9.250 €, musste der Höchstbietende letztendlich dafür bezahlen. Eine absolute Seltenheit war das Los 9813. Für 2.400 € kam eine Spreewerk P 38, Code "cvq" der S-Serie zum Aufruf. Zusammen mit dem dazugehörigen Schalldämpfer wurde diese Waffe für 5.000 € versteigert.

Orden und Militaria bis 1918
Der vierte Auktionstag, der 23. Juni, verlief mit den knapp 340 Lose von Militaria aus Deutschland und aller Welt bis 1918 sehr entspannt. Und auch an diesem Tag konnten schöne Ergebnisse erzielt werden. Das Los 10235, drei Seitengewehre des 19. und 20. Jahrhunderts, darf natürlich nicht unerwähnt bleiben. Die Kurzwaffen wurden vom Startpreis von 200 € auf 4.250 € hoch beboten. Aus dem preußischen Herrscherhaus kam eine Reihe an edlen Serviceteilen des Tafelgeschirrs von Wilhelm II. zum Aufruf. Sechs Speisegabeln und sechs Messer aus dem Rokoko-Tafelsilber des Kaisers hatten es den Kunstliebhabern besonders an- getan. Das mit der Chiffre „WR“ und dem preußischen Adler versehene Besteckset (Losnummer 10257) war auf 2.400 € taxiert und wechselte für 3.625 € den Besitzer.








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