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Einblicke ins Beethoven Museum

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    Einblicke ins Beethoven Museum
    04.11.2020
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Eine Oper – unzählige Interpretationen
Ludwig van Beethovens einzige Oper Fidelio weist eine etappenreiche Entstehung zwischen 1805 und 1814 – mit Umbenennung von Leonore auf Fidelio – und eine illustre Rezeptionsgeschichte auf. Die Befreierin und Retterin dieser Oper ist eine Frau, die nicht aus ethischen oder gar politischen Gründen, sondern von ehelicher Liebe beflügelt handelte. Sie ist damit einem bürgerlich-moralischen Gedankengut verhaftet. Dennoch gelang es nahezu allen politischen Systemen, dieses als „Befreiungs- oder Rettungsoper“ bezeichnete Werk für eigene Zwecke zu inszenieren, umzudeuten oder sogar kurzerhand mit einem neuen Schluss zu versehen – so etwa unter Martin Kušej 1998 in Stuttgart.

1940-1942 stand Fidelio mehrmals anlässlich nationalsozialistischer Feiern am Programm, während 1955 dasselbe Werk die wieder aufgebaute Staatsoper eröffnete und als Befreiung Österreichs von der Besatzung interpretiert wurde. Diese Interpretationsmöglichkeit wiederholte sich vor allem in der DDR oder später bei Jahresfeiern anlässlich der Befreiung aus politisch motivierter Haft wie an der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus 2014.

Die Arbeiter-Bewegung in Leningrad ließ die Oper Fidelio 1928 in dem Moment enden, als der König die Gefangenen befreien sollte, was nicht dem Klassenbewusstsein entsprach. Hätte man damals Beethovens zweite Fassung der Oper – noch mit Namen „Leonore“ – berücksichtigt, wäre das Stück vermutlich zu Ende gespielt worden. Da hatte nicht der König, sondern das Volk die Gefangenen befreit.






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  • 04.11.2020
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  • Beethoven Museum, Foto: Till Martin
    Beethoven Museum, Foto: Till Martin
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  • Schaulustige auf der Straße anlässlich der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper, 5.11.1955 Ludwig van Beethoven, Fidelio unter Karl Böhm, Foto: Ernst Hausknost © Wien Museum
    Schaulustige auf der Straße anlässlich der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper, 5.11.1955 Ludwig van Beethoven, Fidelio unter Karl Böhm, Foto: Ernst Hausknost © Wien Museum
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